Aktuelles 2019


WICHTIG!!!

WIR BRAUCHEN DRINGEND EINEN GANDENHOF FÜR UNSERE STRAßENKATZEN IN HEINSBERG!!!!!

Die Situation für unsere Straßenkatzen in Heinsberg hat sich in letzten Jahren mehr und mehr verschlechtert. Mittlerweile nehmen auch die Krankheiten bei ihnen und ihren Babys zu und gerade in diesem Jahr ist es extrem schlimm für sie, da sie kaum noch Platz im Tierschutz finden. Dies ist jetzt nicht böse gegen den Tierschutz gemeint, aber man muss auch realistisch zugeben, für Straßenkatzen ist kein Platz vorgesehen. Man kastriert, setzt sie wieder raus und gut ist. Aber was ist mit den alten udn kranken Straßenkatzen, die sich kaum noch selber auf der Straße ernähren können. Ihnen wird ja immer mehr Freiraum weggenommen und meist werden sie noch verjagd, weil sich keiner dieses Problem aufhalsen möchte. Wird eine Mami mit Kitten gefunden, wird gesagt, man soll die Mami verjagen und kein Futter hinstellen, dann kommt sie nicht wieder. Aber was dann? Was ist mit ihren Babys? Sollten es schöne Babys, z.B. rote, bunte, oder Rassekatzen sein, werden sie der Mami weg genommen, egal, wie alt sie gerade sind. Dann ist man eben Retter und Held. Die Mami bleibt mit einer vollen Milchleiste zurück, woraus sich oft eine Mastitis entwickelt. Hat sie Glück, überlebt sie das. Hat sie Pech, verstirbt sie daran. Das kann es doch nicht sein? Haben Straßenkatzen denn nie eine Lobby als Lebewesen?

Wir können es aber ändern. Es liegt an uns, ob wir unsere Stimme für sie erheben udn sie nicht mehr sich selbst überlassen. Es ist ein kleiner Schritt, aber mit einer riesen Wirkung für die Zukunft der Straßenkatzen. Wir brauchen einen Gnadenhof für Straßenkatzen und daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt, zu versuchen, ihnen diesen Gnadenhof zu ermöglichen. Ich weiß, das wird nicht leicht und man muss Vieles beim Konzept bedenken. Und ich bin mir auch bewußt, dass ich gegen Windmühlen in Heinsberg kämpfen muss. Aber einer muss seine Stimme für sie erheben, sonst wird ihr Leben schlimmer und schlimmer. Wir kleinen Katzenhilfen kämpfen ja schon Jahr für Jahr für sie, aber wenn man ehrlich ist, löschen wir gerade einen Tropfen auf dem heißen Stein damit. Jedes Jahr haben wir alleine schon bis zu 80 Babys und Mamis in der Betreuung. Das wird einfach zuviel, weil wir ja auch nicht alle Babys vermiteln können, oder uns Oldies besuchen, die bleiben möchten. Das fördert nicht gerade den Platz, aber geht auch an unsere finanzielle Substanz. Denn Spenden bekommen wir in Heinsberg so gut wie keine. Wir bekommen nur die Babys und die kranken Mamis. Zum Glück haben wir Freunde, die uns unterstützen und ich habe einen Mann, der mir treu zur Seite in Winzlinghausen steht. Aber das Ultimo ist es nicht udn daher sollen die Straßenkatzen jetzt das bekommen, was ihnen schon lange zusteht. Einen Platz, wo sie geachtet werden und ihnen geholfen wird. Einen Gandenhof nur für Straßenkatzen. 

 

Wenn die Heinsberger einmal ehrlich sind, ist das ja auch für sie gut. Viele Probleme verschwinden dadurch, über die sie sich immer aufregen. Und auch für unseren großen Tierschutz ist es ideal. Sie müssen sich nicht mit Findern von Straßenkatzen befassen, da sie ja eh so gut wie keinen Platz für sie haben. Es ist ein Projekt, welches für beide Seiten ein Gewinn ist. Für usnere Kommunen und für unseren Tierschutz. Aber natürlich auch ein riesen Gewinn für unsere Straßenkatzen. So können Krankheiten wieder eingedämmt werden, Mamis können in Ruhe ihre Babys bekommen und danach kastriert werden, damit sie nie mehr als Produzenten von Babys herhalten müssen. Babys bekommen die richtige Versorgung, bis sie vermittelt sind, und sind weg von der Straße. Im Grunde dürfte nichts gegen einen Gnadenhof sprechen und daher werde ich mit lieben Freunden alles daran setzen, um ihnen diesen Traum zu verwirklichen. Auch wenn wir wissen, dass es in Heinsberg schwer werden wird. Aber ein aufgeben gibt es diesmal nicht. Ich bin einmal belogen worden, diesmal ziehe ich es durch. Denn man darf nicht vergessen, ab 2010 ist Winzlinghausen nicht mehr die "Müllabfuhr" für den Tierschutz. Ab 2020 sind die Straßenkatzen das Problem für den großen Tierschutz und den Kommunen. Wir wissen, wie es dann für die Straßenkatzen weiter gehen wird. Darüber muss ich ja nicht schreiben.

 

Wer uns bei dem Projekt "Gnadenhof für die Straßekatzen" unterstützen möchte, schreibt bitte eine Mail an elke.p.bohn@gmx.de. Es müssen nicht viele Worte sein, aber bitte helft den Straßenkatzen damit, indem Ihr schreibt, wie wichtig Ihr diesen Gnadenhof findet. Je mehr Mails wir bekommen, je ernster werden wir genommen und auch die Medien werden sich dann für dieses Projekt interessieren. Lasst uns gemeinsam etwas wirklich Gutes tun und den Straßenkatzen auf Dauer einen Platz in unserer Gesellschaft schaffen, der ihnen schon viel zu lange verwehrt wurde. Vielen Dank vorab für Eure Hilfe. 

 

Leider kamen bei diesem Projekt nur 5 Mails bei uns an. Daher muss ich leider das Projekt erst einmal känzeln.


September 2019


Guten Morgen Ihr Lieben, vielen lieben Dank an alle, die uns noch schnell

mit einem Kalenderkauf unterstützen. Ihr seid wirklich total lieb, denn für uns ist jeder Euro sehr wichtig und wir möchten ja kein Geld durch Werbung mit den Notkatzen bekommen. Das hilft ihnen nichts, wenn wir immer nur schreiben, der Früh- oder Spätsommer ist zum verzweifeln. Es verzweifeln ja alle jedes Jahr und das schon seit viel zu vielen Jahren. Nur, wenn man nichts macht, wird sich auch nichts ändern und man fordert immer nur immer und immer wieder

Geld ein. Klar, zahlen die Menschen gerne an die großen TSV, weil sie ja gut für alle Tiere sorgen. So z.B. die KSK Heinsberg, die unserem TSV für drei Jahre pro Jahr 10.000 Euro für die Katzen spendet. Das ist ja auch gut und wichtig, aber im Grunde ist es nur eine Wiederholung, wie im Fernsehen. Es ändert nichts an der Situation, warum auch. Wildis werden kaum aufgenommen. Können privat gefangen werden und mit einem Kastrationsgutschein kastriert werden. Aber mal ehrlich, wer macht das? Wer hat die Zeit und Erfahrung,  jedes Wildi, welches draußen ist, zu fangen und kastrieren zu lassen. Danach zwei bis drei Tage bei sich aufzunehmen, um dann wieder frei zu lassen? Ich selber denke, es wäre viel wirksamer,

wenn die TSV sich alle zusammen schließen und unserer Kommune mal so richtig aufs Dach steigen. Ihnen zeigen, sie lassen sich nicht weiter hinhalten, sondern gehen an die Öffentlichkeit, an die Medien und erzählen vom Denken in Heinsberg und das kein Geld der Welt diese Situation verändern kann. Aber nein, warum auch immer machen sie es nicht. Jammern und klagen jedes Jahr über das Problem mit den Notkatzen, erfragen sich Spenden und gut ist bis zum nächsten Jahr. Das macht mich traurig, aber auch wütend, denn mit dem vielen Geld,

was dabei rein kommt, könnte man gut große Kastrationsprojekte machen, Babys aufnehmen, oder sogar mal über einen Gnadenhof für

Streuner nachdenken, der dann gemeinsam geführt wird, damit keiner

Zuviel Arbeit hat. Das Land zahlt Heinsberg jedes Jahr 25.000 Euro

für Streunerkastrationen. Damit könnten in einer Gemeinschaftsarbeit ganze Dörfer nach und nach durchkastriert werden. Man muss es eben nur durchziehen und nicht immer sagen, "wir

haben keine Leute - wir haben keine Zeit - wir haben Pilz, Infektionen, oder sonst welche Krankheiten - wir sind voll – wir haben keine Mitarbeiter, die Zeit haben". Wie oft bekommt man

diese Sätze zu hören, wenn man einen Katzennotfall meldet und wie oft bekommt man zu hören, „legen Sie die Babys wieder hin, das macht schon die Natur“, oder, „wilde Babys nehmen wir nicht“. Nun frage ich mich, wie man Gott spielen kann, wenn man sich

Tierschutz nennt? Ist Tierschutz nicht für alle Tiere da? Ist er bei Katzen nur noch bei Abgabekatzen, oder Katzen da, die übers Ordnungsamt eingewiesen und von der Stadt bezahlt werden? Es ist nun mal so, dass draußen geborene Babys keinen 100,- Euro um den Hals

tragen. Sie haben keinen, der für sie bezahlt. Sie haben nur Menschen, die ihr Leid verursachen. Denn nur Menschen sind dafür verantwortlich, dass die Katzen auf der Straße so ein schlimmes

Leben führen müssen. Selber haben sie sich dieses „Problem“ nicht gestrickt. Wenn Tierschutz gut sein soll, dann muss er endlich mal gemeinsam greifen und der Region zeigen, wir machen nun mal was für die Straßenkatzen und kämpfen mit allen Mitteln für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht. Das dies natürlich nicht alles in einem Jahr geht, ist klar. Aber kontinuierlich durchgezogen, könnte es in einigen Jahren die Welt der "Problem"

Katzen in ein gutes Leben verändern. Mit der Kastrationspflicht, wofür sie gemeinsam gekämpft haben, gäbe es auch keine unkastrierten Freigänger mehr, die sich vermehren und dem Besitzer

noch zusätzlich ein paar leicht verdiente Euros in die Tasche werfen.

Aber nun den Witz ausgeschaltet und zum ernst der Lage für die Katzen. Es ist Spinnerei, was ich hier schreibe, denn das wird nie passieren. Jedenfalls nicht in diesem Leben. Warum? Keine Antwort. Antworten eigentlich schon, aber die verkneife ich mir lieber. Jedenfalls bleibt das Bild Straßenkatzen, wie es ist. Die Kleinen Helfer werden nach und nach aufhören, weil sie nicht mehr können. Die Großen schnippen mit dem Finger und schon fließen die Spenden und Hilfen,

weil man ja an die Allmacht glaubt. Nur wer groß ist, hilft auch. Wer klein ist, macht doch nichts. Man kann ja auch den Menschen viel erzählen. Sie glauben bis zu 90% alles, was sie lesen, oder hören. Hinterfragen ist viel zu anstrengend. Sich dann noch aufzuregen, weil im Grunde gar nichts passiert, sondern immer nur viel erzählt wird, bringt nichts. Jedenfalls wünsche ich von ganzem Herzen den Streunerkatzen einmal einen Verein, der groß genug ist, dass er sich

in unserer Region durchsetzen kann und hilft, ohne Märchen zu erzählen. Der sich mit den Kommunen auseinander setzt. Der die Medien für die Straßenkatzen arbeiten lässt und sich nicht versteckt, wenn er gebraucht wird. Denn immer nur die Straßenkatzen zu benutzen, um

Spenden zu bekommen, ist nicht der richtige Weg.

Sorry für meine harten Worte, aber es macht traurig zu sehen, wie sie jedes Jahr benutzt werden, um noch mehr Spenden rein zu bekommen, aber geholfen ist ihnen nicht damit. Denn wo finden gerade die verwilderten Katzen einen Platz? Kann ich sie dadurch alle zu den TSV

bringen und sie nehmen sie bei sich auf? Was ist mit den vielen Babys, die wild geboren wurden? Kann ich sie alle im TS abgeben, oder werde ich weiterhin mit irgendwelchen Sprüchen abgewiesen. Nun kann jeder denken, was er möchte, aber ich schreibe es so hart, weil ich

es so erlebe.


Juli - August 2019


Für die Monate Juli - August hatte ich keine Zeit zum schreiben. Es ist viel zu viel passiert und ich war Tag und Nacht auf den Beinen für die Winzlinge, die als Straßenbabys geboren wurden. Es war aber auch eine traurige Zeit. Ich habe zwei Babys verloren und finanziell mussten wir leider Einbußen hinnehmen, die es uns natürlich jetzt schwer machen, all den kleinen Winzis zu helfen, die keinen Platz finden. 

Leider muss ich auch den Monat September als Pause nehmen, da ich nun endlich operiert werden kann, so Gott will. Da dies keine einfache Op ist, werde ich den ganzen Monat und vielleicht noch den Oktober brauchen, bis ich wieder 100% geben kann. Habe aber tolle Hilfe von meiner Familie und Freunden in dieser Zeit. Daher können wir noch 7 Winzis aufnehmen, sobald ich wieder zurück bin. In dieser Zeit werden sie engmaschig betreut und wenn es Schwierigkeiten geben sollte, habe ich Notfallpläne organisiert. Nur kann man mir jetzt nichts immer alles schicken, was man nicht will. Ein wenig Rücksicht habe auch ich verdient und ich finde es nicht schlimm, wenn diese Schicker sich mal ein wenig selber bemühen. Tierschutz ist ja zum Schutz der Tiere da, oder sehe ich das falsch? Wir werden weiter machen, sobald ich wieder fit bin und ich weiß jetzt schon, auch in diesem Jahr werden wieder Winzis mit uns Weihnachten feiern. ;-)


Juni 2019


26.06.2019

Mittlerweile hat sich unsere Auffangstation ein wenig gelichtet und wir konnten 8 Babys in ein liebes Zuhause vermitteln. Helga, unsere kranke und schwache Mamikatze lebt jetzt auf einer Pflegestelle, wo sie liebevoll versorgt und gepeppt wird. Denn in ihrem Zustand kann sie noch nicht zurück. Sie ist ja durch den Katzenschnupfenvirus, der nie behandelt wurde, schon fast zu einer Dauerpatientin geworden. Wir konnten sie jetzt kastrieren und nach einer Mastitis geht es langsam aufwärts. 

Aijana ist noch bei uns. Sie ist noch zu krank und schwach. Ein armes Straßenmädel, die ca. neun Jahre vom Tierschutz übersehen wurde und Jahr für Jahr Babys bekommen musste. Ihre letzten Babys bekam sie jetzt bei uns, die sie noch mit letzter Kraft aufgezogen hat. Nun ist sie kaputt und muss langsam wieder ans Leben zurück geführt werden. Auch sie haben wir zurzeit auf einer Pflegestelle, da die heiße Zeit bei uns Zuviel für sie wäre. 

Ausgezogen sind bei uns die Babys von Aijana. Der kleine Casimir, Chester, Charly und Carlo. Auch die Babys von Nadeshda sind ausgezogen. Die kleine Alisha, Adelheit-Ariana, der kleine Alvin und Alfi. Nadeshda ist mittlerweile wieder kastriert bei ihren Freunden und ihrer Familie. 

Die Babys von Helga, der kleine Benjamin und die zarte Bonnie, sind noch bei uns. Sie waren zu klein, kamen ja halb verhungert bei uns an und waren viel krank. Benjamin wäre uns sogar fast weg gestorben. Mittlerweile ist er ein Brocken von 1072g. Das dritte Baby von Helga konnten wir nicht mehr helfen, es ist verhungert. Man kann manchmal nicht verstehen, warum Menschen es soweit kommen lassen. Die kleine Selma ist nun bei unseren anderen Sternenkatzen und schaut bestimmt immer von oben auf ihre Mami und ihre Geschwister. 

Dann haben wir noch die Schienenbabys. 5 kleine Mädels mit den Namen Iljana, Irmeli, Irina, Indira und Isabell. Sie hatten einen schlimmen Katzenschnupfen und immer wieder Durchfälle. Mittlerweile konnten wir noch Giardien bei ihnen feststellen, die nun auch noch behandelt werden. Sie sind noch sehr klein und leicht, aber bis jetzt alles kleine, tapfere Kämpfer. Sie leben jetzt mit Prinzessin Emilia und Sir Henry im Babyzimmer und rocken ganz schön die Bude. Zwei von ihnen machen mir noch Sorgen, aber ansonsten bin ich leicht positiv, dass alle es schaffen. Leider wurde uns die Mami nicht gebracht und das ist fatal, denn man muss davon ausgehen, dass auch sie Katzenschnupfen und Giardien hat, die sie dann auf ihre nächsten Babys wieder überträgt. Besser wäre es, sie würde gefangen, behandelt und danach kastriert. Aber dafür fehlt dann wieder das Verständnis in Heinsberg, denn es ist ja nur eine Straßenkatze. Das sie von Menschen dazu gemacht wurde, wird schnell vergessen. Dieses Problem will keiner wissen, oder kennen. 

Unser Baby Felix wächst und gedeiht auch immer mehr und ist schon ein richtiger süßer, kleiner Kater geworden. Seine Mami ist wieder be iihrer Familie, natürlich kastriert udn Felix wird, wenn er alte genug ist, bestimmt auch eine ganz liebe Familie finden.

 

Dieses erste Halbjahr hat uns finanziell runter gerissen und daher können wir keine weiteren Babys, oder Mamis mit Kitten mehr annehmen. Wir haben ja kein Marketing wie unser Tierschutz und bekommen daher kaum Hilfen, bzw. Spenden. Wir sind daher sehr dankbar, dass unsere Freunde noch immer so stark hinter uns stehen und uns helfen, so gut sie können. Gäbe es sie nicht, wären schon viel zu viele Babys tot, denn sie finden ja keinen Platz und daher bleibt ihnen nur das Sterben auf der Straße. Und wenn man denkt, es wird besser, liegt man total falsch. Für die Straßenkatzen wird es immer schlimmer. Sie haben ja keine Geldgeber. Fundkatzen werden finanziert. Abgabekatzen werden finanziert. Straßenkatzen leider nicht. Daher ist man bei ihnen immer schnell voll, hat die Katzenseuche, einen Virus, oder Pilz. Denn eine Straßenkatze kostet, lässt sich nicht vermitteln, daher auch noch zusätzliche Arbeit. Dann lieber schnell kastrieren und wieder ab auf die Straße, wo sie oft krank weiter leben muss. Meist bleiben sie noch nicht einmal die Zeit unter Beobachtung, bis die Narbe verheilt ist. Morgens kastriert und Abends raus. Straßenkatzen haben bei uns in Heinsberg keine Lobby, kein Leben. Sie werden als Problem geduldet, nette Menschen stellen ihnen schon mal Futter und Wasser raus, aber das wars dann auch. Bekommen sie süße Babys, werden sie ihnen einfach weg genommen, da man sie ja früh nehmen möchte, um als Retter zu gelten, oder man sie selber behalten möchte. Graue und schwarze Babys finden keinen Platz. Sie sind alltäglich und nichts Besonderes. Rot, bunt und Langhaar sind die begehrten Babys. Das die Mamis dadurch oft mit einer Mastitis leiden müssen, interessiert keinen, man hat ja Babys gerettet. 

Dies unser Bericht zum ersten Halbjahr, dem ich noch ein paar Bilder für Euch beifügen werde. 

Liebe Grüße, Elke und die Winzlinghausener


06.06.2019

Hier mal wieder ein kleiner Bericht über uns Winzlinge.
Unsere kleine Krankenstation ist voll und unsere Pflegemami hofft, dass nicht noch mehr dazu kommen. Denn dann wird es eng in der Hütte.
Prinzessin Emilia, Sir Henry und wir I-Babys, Irmeli, Irina, Indira, Iljana und Isabell müssen noch ein paar Tage hier bleiben. Wir Babys vom Bahnhof haben ja einen schlimmen Virus mit gebracht und leider auch damit Emilia und Henry angesteckt. Gestern musste unsere Pflegemami deswegen sogar zweimal zum Tierarzt, weil Irmeli, gerade als sie vom Tierarzt mit Emilia und Henry zurück war, gekippt ist. Also Box ausgetauscht, umgedreht und zurück zum Tierarzt. Das passiert oft bei uns Winzlingen. In der einen Minute geht es uns noch gut und plötzlich liegen wir flach. Darum müssen wir heute noch mal alle zum Tierarzt und hoffen aber, dass es uns Pfingsten wieder gut geht.
Leider sind wir es auch schuld, dass zwei von den gesunden Babys kein neues Zuhause mehr haben. Jetzt ist ja hier erst einmal Quarantäne angesagt und daher mussten die Termine für diese Woche abgesagt werden. Leider wollte das eine neue Zuhause nicht mehr warten und hat sich jetzt woanders zwei Babys geholt. Das tut uns natürlich leid, aber wir können ja nichts dafür, dass wir wild geboren und krank wurden. Unsere Pflegemami sagt aber, wir sollen uns keinen Kopf machen. Wer so reagiert, kann eh keine Verantwortung tragen und das Schicksal schickt den Winzlinghausenern immer ganz liebevolle Zuhause. Manchmal sind dann solche darunter, aber dann sorgt unser Schicksalsbuch immer dafür, dass sie von selber wieder gehen. Denn wir haben ja schon einmal Schlimmes hinter uns und sollen es kein zweites Mal bekommen. Wer ein Tier mit dem Herzen sieht, kann auch warten. Unsere Pflegemami musste auf ihren Pepe 7 Wochen warten und sie hat es gerne getan. Meint, es war wie die Vorfreude auf Weihnachten. Nun ist dieses riesen Tier bei uns und steckt immer seine Nase tief in unsere Box, wenn wir vom Tierarzt kommen. ;-)Dieses Jahr ist bei uns das Jahr der kranken Babys. Nur zwei Würfe waren fit (dreimal auf Holz geklopft ). Einmal die Nadeshdas und einmal die Arianas. Sie sind aber auch in Winzlinghausen geboren und wurden vom ersten Tag an immer mit allem versorgt, was Mama und Baby brauchen. Helga war selber sehr krank und ihre drei Babys auch. Dann hatte Helga kaum Milch, sodass ein Baby verhungert ist. Es lebte nur noch ein paar Minuten, nachdem es hier an kam. Das sind immer die traurigen Momente und unsere Pflegemami fühlt sich dann so hilflos. Aber so ist unser Schicksalsbuch. Manche Babys haben ganz viele Seiten zu beschriften und manche Babys nur ganz wenige. Glück und Leid, Leben und Tod liegen in der Babyaufzucht immer ganz eng beieinander. Fast alle Babys, die hier an kommen, haben Katzenschnupfen, oder Durchfall. Es gibt immer eine Front, an der man um das Überleben so kleiner Winzis kämpfen muss. Aber wenn man dann sieht, wie schön sie geworden sind. Wieviel Spaß sie am Leben haben und wie lustig sie toben, dann ist es alle Mühe wert gewesen. Und unsere Pflegemami würde es immer wieder so machen, das wissen wir ganz genau. Niemals würde ihr Herz ein Baby im Stich lassen. Nun sind wir vier dran, gesund und ganz tolle Kitten zu werden. Und sie arbeitet hart daran, keinen von uns zu verlieren. Denn wir sitzen ja schon ganz tief in ihrem Herzen. Bei Sir Henry hat sie noch das Problem, dass er zwar ganz aufgeweckt ist und gut futtert, aber nicht nach vorne geht. Warum auch immer. Aber sie meint, der kleine Dino war auch lange so ein Mickerling und ist jetzt ein ganz stolzer Kater geworden. Darum wird da bei Henry auch bestimmt noch etwas kommen.
Baby Felix ist ein verwöhntes kleines Kerlchen. Was er nicht will, oder mag, nimmt er nicht. Und jetzt fängt er auch an, sein Nest zu verlassen und haut einfach immer ab, wenn seine Schlafbox offen ist. Er ist am Samstag einmal schlimm gekippt. Da es Nachts war, musste er erst die Wunderwaffe nehmen, denn unser Tierarzt hat ja da noch geschlafen. Aber am morgen, als sie mit ihm fahren wollte, war er wieder fit und lief wieder direkt los, sobald die Tür offen war. Wer weiß, was das war, was ihn so schnell und kurz umgeworfen hat. Der dicke Knubbel ist eh der verwöhnte Prinz in Winzlinghausen.
Ach ja, bevor ich jetzt zum knuddeln gehe, noch schnell etwas ganz wichtiges. Alle, die unserer Pflegemami eine pn geschrieben, aber noch keine Antwort haben, nicht böse sein. Einfach ab und an mal anklopfen und in Erinnerung rufen. Sie ist ja immer im Einsatz, entweder bei uns, oder draußen. Da liest sie zwar die Nachrichten, wenn sie ein Päuschen macht. Aber oft kann sie dann gerade nicht antworten und leider vergißt sie diese dann mit ihrem alten Hirn viel zu schnell. Das macht sie nicht mit Absicht. Freunde kennen das ja von ihr und alle anderen, die Fragen haben, können auch gerne Heidi und Viola anschreiben. Einfach über die pn auf dieser Seite. Da kommen die Antworten dann auf jeden Fall und auch schneller.
Nun wünschen wir von der Krankenstation Euch einen wunderschönen Donnerstag und drücken alle ganz dolle, die immer so lieb zu uns stehen.


04.06.2019

Hier ein paar Impressionen von den Schienenbabys, Isabell, Irmeli, Indira, Irina und Iljana. Alle Babys kamen ja mit einem schlimmen Virusinfekt zu uns und seitdem kämpfen wir mit den Winzlingen. Leider ist die Mami, die so wichtig gewesen wäre, nicht mehr gefangen worden. Ich nehme an, dass auch sie krank ist.

Unser Aufnahmestopp hat auch deshalb mit diesen Grund. Es bringt keinem was, wenn wir diese Infektion verbreiten.
Zum Glück haben wir Jemanden gefunden, der mir, solange hier alles voll ist, täglich zwei Stunden zur Hand geht. Gestern war sein erster Tag, ich war begeistert und er war ko. Man kann es sich ja nur schlecht vorstellen, wieviel Arbeit wir zurzeit haben. Doch wir hoffen, dass auch diese Zeit gut vorübergeht.

Leider muss ich Euch aber auch mitteilen, dass dies mein letztes Jahr ist. Wir müssen aufgeben. Nicht böse gemeint und auch kein Druck, Spenden zu bekommen, sondern einfach nur die Erkenntnis, dass wir nicht helfen konnten. Wir sind nur der bequeme Abladeplatz für wilde Straßenbabys, aber ansonsten sollen wir ruhig sein. Wenn man kein TSV ist und nicht mit der Gemeinnützigkeit um sich werfen möchte, ist man ja nicht ehrlich, sondern nur Jemand, der sich selbst bereichern will. Bei Fragen wird geantwortet, man soll einen nicht doof anmachen und wenn man Hilfe bei der Unterbringung von Babys braucht, müssen wir schauen, wie wir klar kommen.
Ich habe es nicht nötig, zu betteln, denn es sind Katzenbabys, wo der Tierschutz sich kümmern müsste. Wenn sie es nicht tun, darf es nicht zu meinem Problem werden. Wir haben immer gerne geholfen, wenn gefragt wurde, für mich war es auch keine Belastung und mein Mann hat mehr eingebracht, als man sich vorstellen kann. Denn,wer ist schon so blöd und baut sein Haus für fremde Katzen um. Wir hatten keine 2 Stunden Geschäftszeit, sondern waren immer rund um die Uhr verfügbar. Kein Sonntag, kein Feiertag und schon gar kein Urlaub.
Doch jetzt zu wissen, wir sind nur doof und dürfen dankbar sein, wenn wir helfen dürfen, ist für mich ein Tacken zuviel. Denn etwas Stolz habe ich noch.
Damit nun einmal auch dem großen, super tollen Tierschutz klar wird, dass es uns nicht ums Geld geht und wir auch nicht mehr bereit sind, die Doofen für sie zu sein, denen man ja alles schicken kann, mache ich einen Cut. Man kann ja auch woanders helfen, es muss ja nicht zwingend Heinsberg sein. Und was sind schon um die 80 bis 100 Babys mehr für die vielen TSV und den Kommunen. Das konnten wir packen, dann packen sie es auch.

Sorry für meine Worte, aber seit Sonntag weiß ich ja definitiv, wie wir gesehen werden und mir fehlt für so eine Arroganz jedes Verständnis. Für mich heißt, Katzen helfen, mit dem Herzen leben. Ich war und bin immer für Offenheit und fand es auch nie schlimm, kein TSV zu sein, denn den Babys war es egal, wer ihnen half. Doch ich muss mich nicht klein machen deswegen. Was ich geleistet habe, sollte man erst mal nachmachen, bevor man sich aufspielt und im Grunde keine Ahnung hat.
Klar, tun mir die Babys leid, denn ich weiß ja, dass viele keinen Platz finden werden. Wäre es so, hätte man dieses Jahr den Bogen mit dem schicken nicht überspannt. Aber ich finde auch keine andere Lösung. Denn was 11 Jahre nicht verändert wurde, wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Und immer nur den Mund halten, kuschen, einen auf lieb machen, nur damit man die Leute gnädig stimmt, kann ich nicht. So bin ich nicht erzogen und das ist auch nicht meine Welt. Anerkennung muss man sich erarbeiten und nicht mit einer Schleimspur. Darum könnt Ihr mich jetzt auch zerfleischen, angreifen, oder beleidigen. Ich bin zurzeit emotional und Kräftemäßig so unten, dass es mir egal ist. Ihr könnt auch gehen, es gibt ja nicht nur Winzlinghausen. Verstehe das voll und ganz.
Ich gebe jetzt noch mein Bestes bei den Würmchen, die hier ohne Hilfe nicht überleben und dann war es das für mich. Danach werde ich wieder Mensch und bin nicht mehr der Doof, den man ja den Abfall schicken kann, den man selber nicht möchte.

Wünsche allen noch eine schöne Woche und liebe Grüße, Elke und die Winzlinghausener


01.06.2019

Liebe Nadeshda, alles Liebe und Gute für die Zukunft, wünschen Dir Deine Babys und alle Winzlinghausener.
Heute wurde Nadeshda abgeholt, um nächste Woche kastriert nach Hause und zu ihren Freunden können. Sie war nicht nur eine wunderschöne Katze, sondern auch sehr leicht zu händeln und eine Supermutti. Ich danke ihr für die schöne Zeit und ihr liebevolles Wesen.
Lass bitte mal wieder was von Dir hören. Liebe Grüße, Elke


Mai 2019


VORSICHT; LANGER TEXT!!!

Winzlinghausen - Heim der Herzen ….

…. steht nicht für den Verkauf von kleinen Schmusebabys, oder Handaufzuchten, sondern für die Hilfe an den Babys, die draußen gefunden werden und schwer einen Platz in unserer, auf Optik fixierte, Welt finden. Möchte man ein süßes, mit besonderen Farben versehen, oder einer billig gezogenen Rasse angebotenem Baby ein Zuhause geben, ist man bei uns falsch. Wir haben die Straßenbabys, die draußen geboren werden, weil es immer noch das Dummdenken gibt, seine Freigänger nicht kastrieren zu müssen.
Klar, haben wir auch mal bunte, rote, oder Rassekatzen dabei und sobald wir sie haben und einsetzen, ist die Flut von Anfragen auch enorm, aber das sind nur kleine Ausnahmen. In der Regel nehmen wir uns der Babys an, die kaum einer wegen seiner Farben haben möchte. Und natürlich nehmen wir Abstand von Vermittlungen bei Rassekatzen. Sollte mal eine Rassekatze dabei sein, wird sie hier genauso vermittelt, wie eine EKH. Wir sehen nur das Herz und die Seele, nie die Optik. Wenn wir einmal anfangen, zu sortieren und nur noch die schönen Babys aufnehmen, schließt Winzlinghausen seine Türen. Dann ist es Zeit aufzuhören, weil wir unser Herz verloren haben.
In diesem Jahr ist es wieder bei uns so, dass wir drei rote Katerchen und ein buntes Mädel haben. Aber wir haben auch viele schwarze und graue Babys. Nur leider ist es so, dass für sie bis jetzt nur eine Anfrage kam, aber für die Roten und die Bunte schon so viele, dass ich mich nicht traue, die Zahl hier einzusetzen. Oder unser kleiner Felix. Er ist gestern 2 Wochen geworden und hat jetzt schon so viele Anfragen, dass ein Promi fast neidisch werden könnte. Dabei steht gar nicht fest, ob er jemals ausziehen wird. Mit Baby Felix verbindet mich eine besondere Geschichte und ich möchte das erst einmal auf mich einwirken lassen, bevor ich mich für einen Weg entscheide. Schreibe auch immer, dass er nicht zur Vermittlung steht, aber mein Nachrichtenfach ist voll und voll und voll. Man kann ihn auch nicht kaufen, denn wie beziffert man eine so unglaubliche Verbindung mehrerer Herzen?
Darum hier noch einmal, Felix steht nicht zur Vermittlung und auch nicht zum Verkauf. Zurzeit ist er mein persönlicher Winzlinghausener, da mich mit ihm mein Herzkater Felix noch viel zu sehr verbindet. Ich hoffe, Ihr versteht das ein wenig.
Dann möchte ich noch sagen, die Farbe macht nicht die Seele und das Herz eines Babys aus. Auch ein schwarzes, oder ein graues Baby kann sehr viel Herz haben, aber auch Glück bringen. Der Aberglaube, dass schwarze Katzen Unglück bringen, stammt aus dem Mittelalter und sollte in unserer modernen Zeit doch eigentlich schon lange aus den Köpfen der Menschen verschwunden sein.

Und dies hier richtet sich an die Menschen, die denken, sie können immer noch für die Katze bestimmen, was sie für ihr eigenes Seelenwohl und die Geldbörse machen sollen. Die denken, dass eine Kastration nicht Artgerecht ist und Babys doch das Schönste auf der Welt für ein Muttertier sind. Die sich keinen Kopf darüber machen, was aus den Babys wird, solange der Käufer den Preis zahlt, den sie erwarten. Und denen es Spaß macht, dass ihre Katze immer und immer wieder von Katern vergewaltigt wird, denn nichts anderes ist bei Katzen der Deckakt. Ich weiß zwar, dass genau diese Personen das nicht lesen, aber ich hoffe trotzdem, dass es vielleicht ein, oder zwei Menschen zum Umdenken bewegt.
Das es so viele Straßenbabys gibt, liegt nicht daran, dass sich Straßenkatzen aus dem Samen der Erde vermehren und im Frühjahr und Herbst aus dem Boden schießen. Das es Straßenbabys gibt, liegt daran, dass es immer noch der Mensch ist, der sie munter draußen vermehrt. Denn jede Straßenkatze hat den Ursprung durch die Vermehrung eines Menschen. Straßenkatzen wachsen auch nicht auf Bäumen, oder werden in Fabriken hergestellt. Nein, Straßenkatzen sind die Katzen, die einmal durch einen unglücklichen Zufall nicht mehr nach Hause kommen konnten und nach denen nicht lange gesucht wurde, weil man ja in jedem Tiermarkt Nachschub bekommt. Straßenkatzen sind unkastrierte Freigänger, die nach ihrem ersten Wurf in ihrem Zuhause, den zweiten Wurf sicherheitshalber draußen bekommen, weil sie ja wissen, dass der Mensch ihnen ihre Babys weg nimmt. Denn die wenigsten Besitzer lassen ihre Katzen nicht mehr raus, wenn sie gedeckt wurden. Viele lassen ihre Katzen sogar schon einen Tag nach dem Wurf wieder raus und nicht selten passiert es, dass die geschwächte Katze nicht wieder nach Hause kommt und man plötzlich mit Winzlinglingen und ohne Ahnung, was man tun kann, da steht. Aber es sterben natürlich auch Katzen bei der Geburt, oder ganze Würfe sterben bei der Geburt, weil die Mami ja für ihre Menschen immer und immer wieder produzieren muss.
Also verurteilt nicht die Straßenkatzen, oder findet sie häßlich, nur weil sie nicht die Farbe haben, die Ihr so toll findet. Das, was Ihr alle überseht, sind Babys, an denen Ihr Schuld tragt und die Ihr zu so einem Leben verurteilt habt.
Wie oft im Jahr kommt es vor, und das in allen Teilen Deutschlands, dass man unerwünschte Babys, oder Babys, die man nicht verkauft bekam, einfach aussetzt. Und das dann oft auch so, dass sie nicht gefunden werden, sodass ihr Sterben bewußt in Kauf genommen wird. Da wird sich in Gruppen ausgetauscht, welcher Kater auf welche Katze soll, damit man mal selber eine besondere Rasse und Farbe bekommt. Was dem dann nicht entspricht, wird einfach weggeworfen. Und wenn man denkt, schlimmer kann ein Jahr mit Katzenbabys nicht mehr werden, muss man traurig zugeben, "doch , es geht noch schlimmer". Und das nur deshalb, weil es immer noch zu viele Menschen gibt, die denken:
das ihre Katze draußen überfahren wird, wenn sie kastriert ist, weil sie sich ja nicht mehr draußen orientieren kann
das ihre Katze keine Mäuse und Vögel mehr fängt, weil sie dann nicht mehr weiß, dass sie eine Katze ist, die jagen muss
das ihre Katze nach der Kastra kein schönes Fell mehr hat und Glatze bekommt
das ihre Katze faul und fett wird, weil sie ja nur noch rum liegt und sich nicht mehr bewegen will
das Katzen vergessen, wer sie sind und dadurch Verhaltensgestört sind
das Katzen aussterben, wenn wir jetzt anfangen, die Katzen zu kastrieren
Dies sind nur ein kleiner Teil der Antworten, die ich bekomme, wenn ich Aufklärungsfahrten mache, oder wieder mit einer Katze bei der Geburt Stunde um Stunde verbringe, damit sie ihre Babys gesund zur Welt bringen kann. Denn leider werde ich oft bei komplizierten Geburten gerufen, damit ich zur Not den Kaiserschnitt bezahlen darf.

Wollen wir die Welt so verändern, dass das Leid der Katzen endlich ein Ende findet, muss man hart werden und keine privat angebotene Babys mehr kaufen. Denn, mit jedem Baby, was gekauft, oder wie die Käufer so gerne sagen, gerettet wird, unterstützt man die Vermehrerproduktion. Denn wer lässt sich schon ein lukratives Geschäft entgehen. Ich verurteile jetzt nicht die Tiermärkte und Ebay Tiermarkt, denn auch TSV und Tierschützer setzen dort ihre Katzen ein, damit sie ein Zuhause finden. Aber nicht, um Geld zu machen, sondern, weil sie schon gar nicht mehr wissen, wohin mit der Kittenflut. Wer sich auf Katzenseiten umschaut, wird dort nur oft graue und schwarze Babys finden und die will man ja nun mal nicht, die kann doch jeder haben. Also sucht man weiter, bis man das Baby gefunden hat, womit man angeben kann. Und das ist so traurig, denn der Mensch urteilt über Aussehen und meist sieht der Mensch dann selber, na ja, aus. Wahrscheinlich haben diese Menschen nur Spiegel, die ihnen jeden Morgen sagen, wie schön sie sind.
Sorry, für meine harten Worte, aber wie kann man über Schönheit entscheiden wollen.

Winzlinghausen wird 2019 weiter versuchen, den grauen und schwarzen Babys zu helfen. Den Babys, die keiner haben will, weil sie ja nicht die besondere Farbe haben. Aber ob wir es 2020 auch noch machen werden, mag ich bezweifeln. Denn gerade diese Hilfe, die ja alle so süß finden, ist die emotionalste und anstrengenste Arbeit in der Katzenhilfe. Immer wieder um ein kleines Leben kämpfen zu müssen. Mit dem Tod neben sich leben zu müssen und immer wieder stark sein müssen, denn eine Schwäche darf man sich nicht erlauben. Immer wieder schauen, dass man genug Versorgung gewährleisten kann und sind die Kleinen alt genug, dann die Angst, dass sie kein Zuhause finden. Das macht einen mit den Jahren innerlich kaputt. Aber am meisten zerstört es einen, dass man Jahr für Jahr sieht, dass sich nichts ändert. Und man fragt sich, warum die Menschen den Katzen keine Lobby zugestehen. Warum wollen sie, dass Katzen so leiden müssen? Warum lässt es sie so kalt, wenn Babys nur grau und schwarz sind. Warum entsteht ein richtiger Hype, wenn Babys bunt, rot, oder langhaarig sind?
Tja, und da ich nie eine Antwort darauf erhalte, macht es mich natürlich kaputt zu sehen, wie die Kleinen, die schwarz und grau sind, immer und immer wieder übersehen werden, sobald ein rotes, oder buntes Baby auf den Plan tritt.

Sorry für meine Worte und den langen Text. Und natürlich verstehe ich auch, dass ich jetzt wieder viele Likes verlieren werde. Aber ehrlich, es ist mir egal, denn kein Mensch, der Tag für Tag mit dem Katzenleid konfrontiert ist, kann das auf Dauer nicht immer nur schlucken und nichts sagen.

In diesem Sinne, liebe Grüße, Elke und die Winzlinghausene

 


31.05.2019

Der kleine Benjamin braucht jetzt unsere Hilfe. Seit heute schwächelt er wieder stark und da er eh schon immer kleiner und dünner wie Bonnie ist, hat er auch nicht so die Kraft. Er kann keine Nahrung zu sich nehmen und so gebe ich ihm jetzt immer durchgehend jede Stunde etwas KMR Milch, denn er ist schon etwas ausgetrocknet. Leider haben Helga und ihre Babys es von Anfang an schwer gehabt. Doch während Helga sich langsam erholt und Bonnie nach vorne geht, blieb Benjamin immer etwas zurück. Dank der Wiegekontrolle und dem Beobachten konnte dieses Schwächeln auch wieder früh erkannt werden. Trotzdem will er diesmal nicht so richtig mitziehen und daher braucht er unsere Hilfe. Ich hoffe, dass wir ihm gemeinsam viel Kraft und Energie schenken können, damit aus ihm wieder ein lustiger, Lebensbejahender Kater werden kann.
Vielen, vielen Dank vorab für Eure Hilfe.
Liebe Grüße, Elke und Benjamin


26.05.2019

Frieda wurde mittlerweile kastriert und behandelt. Heute darf sie wieder nach Hause. Dorthin, wo sie glücklich ist. Ich wünsche ihr alles, alles Liebe der Welt und dass sie nun viele glückliche Jahre dort verbringen darf. In meinem Herzen wird sie immer einen besonderen Platz haben. Frieda, die Katze, deren Heimweh übermenschlich war.


 

 

25.05.2019

Trautes Heim, Glück allein. 😊
Wer jetzt Alisha vermisst, sie war grad auf dem Kaklo und wir wollen ja die Privatsphäre wahren. ;-) 

Für Alisha, Adelheit-Ariana, Alvin und Alfi suchen wir ein liebevolles Zuhause. Wir wissen, dass es schwer sein wird, denn sie haben ja nicht die Modefarben, aber wir geben die Hoffnung für diese bezaubernden Herzen nicht auf. Denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

 


23.05.2019

Heute konnte ich Ariyanas Babys mal schnell aus der Entfernung fotografieren. Während der Wartezeit auf volle Näpfe, haben sie dort kleine Kämpfchen gemacht. Leider kann ich nie nah dran, wenn Casimir, Mamas Liebling, dabei ist. Dann kommt Ariyana angeflogen und zeigt mir, wo der Hammer hängt. 😂
Der Erste an den vollen Näpfen ist dann immer Carlo. Der wartet nicht, bis Mama alles probiert hat. Das schafft er auch selber. 😉

Heute bekommen sie ein neues Reich. Ich hoffe, dass alles gut über die Bühne geht, denn Aiyana ist eine Traumakatze, die in ständiger Angst um ihre Babys und sich selber lebt. Sie weiß ja nicht, dass alles für nur sauber gemacht wird und sie eine neue Höhle bekommt, damit sie ihre Babys in Ruhe weiter säugen kann. 


Nur eine Katze

ich bin nur eine Katze, eine Katze, die keinen eigenen Namen hat, sondern Euch heute einmal im Namen aller Katzen ihr Herz ausschütten möchte.
Wir haben Mai. Mai 2019 und eigentlich müsste man denken, im Zeitalter, wo jeder mit einem Computer, einem Handy, oder einer Playsi umgehen kann, weil es aus der modernen Zeit nicht mehr weg zu denken ist, dass auch ihr Denken im Bezug auf Verantwortung sich weiter entwickelt hat. Sorry, dass ich es so schreiben muss, aber leider ist dem nicht so. Immer noch werden Katzen produziert, weil man auch einmal Babys haben möchte, sie einem mal eben schnell die Kasse ein wenig füllen und mindestens eine Packung Zigaretten dabei raus kommt. Babys produzieren, weil man ja nicht möchte, dass die Katzen aussterben. Und vor allen Dingen auch, weil man ja selber mal die tollen Rasse Mixe produzieren möchte.
Aber warum? Gibt es nicht schon genug Leid bei den Katzen? Stellt man unser Leid unter den primitiven Bedürfnissen der Katzenproduktion, nur weil es so einfach ist und jeder das machen kann? Habt Ihr mal überlegt, was mit den Babys geschieht, die nicht verkauft werden können. Dürfen sie bei den Produzenten bleiben und dort glücklich alt werden? Wird von der "Schutzgebühr", die die Produzenten für die Babys nehmen, dann auch der Schutz der Katzen gesichert und die Mamis werden kastriert, geimpft und gekennzeichnet?
Wenn Ihr jetzt ja sagt, dann muss ich Euch enttäuschen, denn dem ist nämlich nicht so. Diese "Schutzgebühr", die die Verkäufer für Katzen erheben, geht immer in ihre eigenen Taschen. Als Begründung geben sie an, dass sie ja Futter für die Babys kaufen mussten.
Ja, 20 Cent pro Tütchen Billigfutter ist auch eine Menge Geld, die sie in die Babys investieren. Auch oft diese Geisterentwurmung, von der sie noch nicht einmal den Namen sagen können, weil sie den genau in dem Moment, wo man nach der Entwurmung fragt, vergessen haben, die Paste leer war und weg geworfen wurde.
Wir Katzen nennen so ein Verhalten egoistisch, weil man mit Lebewesen kein Geld verdienen sollte, welches noch nicht einmal sinnvoll bei uns eingesetzt wurde und wird. Außerdem, warum werden jedes Jahr so viele Babys sinnlos produziert? Kann uns das ein Mensch beantworten? Wir glauben nicht.

Ich kann im Namen aller Katzen nur an die Menschen appellieren, solche sinnlosen Produktionen nicht zu unterstützen. Es gibt mittlerweile wieder so viele Katzenbabys im Tierschutz, dass einem Angst und Bange wird. Warum nimmt man kein Baby aus dem Tierschutz? Weil die nicht so billig wie ein Wegwerfbaby sind? Weil der Tierschutz darauf achtet, dass die Katzen und Babys in verantwortungsvolle Hände kommen? Weil man nicht seine Wunschvorstellungen erfüllt bekommt? Oder weil man von vornherein weiß, dass man im Grunde keine Katze verantwortungsvoll halten kann. Man will zwar ein süßes Baby, aber macht sich keinen Kopf über impfen, entwurmen, Kastration und Krankheit. Ist das Baby nicht mehr klein und süß, kommt es als Freigänger auf die Straße, weil es ja deren Natur ist und man stellt täglich einen Napf Futter hin.

Aber was nennen die Menschen heute noch Natur. Wir sehen Natur in Wiesen, Bäumen, Blumen, Felder und ohne große Gefahren. Nur, wo finden wir diese Natur noch? Wir leben in der Natur der Menschen, die deren Bedürfnissen entspricht. Beton, statt grüne Gärten und Vorgärten. Straßen, Autos, Jugendliche, die sich einen Spaß daraus mache, uns zu jagen und zu quälen. Jäger, die uns erschießen. Autos, die uns unter sich zerquetschen. Hunde, die uns jagen und zerreißen, wenn sie uns bekommen. Denn nicht alle Katzen sind stark. Es gibt noch viel zu kleine und junge Freigänger, sowie alte und geschwächte Katzen. Aber egal, bei den Menschen ist das ja nicht schlimm, denn man bekommt ja überall Nachschub günstig her.

Freigänger haben kein schönes Leben mehr. In der Realität hat sich die Zeit verändert, nur in den Köpfen der Menschen nicht. Auch verstehe ich nicht, warum ich als Freigänger nicht gekennzeichnet werde, damit ich, wenn ich mich verirre, oder tot gefunden werde, wenigstens die Chance habe, wieder nach Hause zu dürfen. Von der unnötigen Kastration, die die Menschen als nicht Artgerecht und zu teuer halten, möchte ich gar nicht mehr reden.
Wenn man in unsere Gruppe vermisst/gefunden schaut, ist man schon erschrocken, wie viele hundert Katzen nun schon spurlos verschwunden sind. Die auch kaum eine Chance haben, zurück zu kommen, weil ein großer Teil von ihnen nicht gekennzeichnet ist. Warum machen die Menschen das nicht? Kann mir einer von Euch diese Frage beantworten?

Zum Schluss noch einmal eine kurze Info an die Menschen, die Verantwortung für ihre Katzenbabays tragen möchten. Bitte denkt daran, alles, was ein Verkäufer von Billigwaren nicht weg bekommt, landet auf der Straße, gegen eine Wand, oder in einer Regentonne. Man kann es sich nicht leisten und will es auch nicht, alte Ware zu behalten, wo doch die neue Ware schon wieder in Produktion ist. Kann der Verkäufer keinen Tierarzt benennen, kann der Käufer davon ausgehen, dass die Babys auch keine Entwurmung bekommen haben. Denn das Wort entwurmt, ist schnell geschrieben, aber keiner kann es nachprüfen. Viele Babys erden zu früh, oder gar krank verkauft. Denn viele Krankheiten sieht man den Babys nicht an. Überlegt mal, wie viele Seuchen wieder bei uns auftreten, die eigentlich schon ausgestorben waren. Und was macht Ihr dann, wenn Euer so günstig gekauftes Baby z.B. FIV hat? Weg damit und ein neuer Versuch?

Ich weiß, ich rede wieder gegen Wände und kämpfe mit Windmühlen. Aber es ist so traurig, dass man es eigentlich immer noch erwähnen muss. Winzlinghausen ist zurzeit wieder Tag und Nacht im Einsatz. Hat mittlerweile schon wieder so viel Leid gesehen und musste bei vielen Geburten dabei sein, weil die Besitzer niemals damit gerechnet hätten, dass auch etwas schief laufen kann. Die Katzen machen das doch alles von selber. Warum macht die eigene Katze plötzlich Probleme? Winzlinghausen hat wieder eine Babyschwemme und muss schauen, wie sie ihnen helfen können. Und der Mai ist noch nicht einmal vorbei. Was ist mit den kommenden Monaten und dann dem Herbst? Immer mehr wird der Schmerz, die Angst, die Trauer und der Tod der Begleiter von den Wildis und ihren Babys. Und das nur, weil die Menschen immer noch den alten Glauben haben, das ist deren Natur.

Vielleicht denkt Ihr einmal ein wenig darüber nach, wenn ihr meinen Brief bis zum Schluss gelesen habt. Katzen sind keine Ware, sondern Lebewesen und kein Händler sollte unterstützt werden, nur weil er eine Billigkatze Jahr für Jahr produzieren lässt. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages keine Händler mehr geben, weil die Menschen nicht nur lernen, am Computer, Handy, oder Playsi Verantwortung zu zeigen, sondern auch für die Lebewesen in der Realität.

Mit lieben Grüßen, eine von vielen verlorenen Seelen, die keinen Namen haben.

 


22. Mai 2019

Heute habe ich die traurige Pflicht, Euch mitzuteilen, dass es in der letzten Woche arge Probleme mit Frieda gab. Nachdem ein Baby gestorben ist und das zweite von ihr liegen gelassen wurde, haben wir uns am Sonntag dazu entschlossen, das Baby in die Handaufzucht zu nehmen. Frieda hat seit Tagen nichts mehr gefressen und lag ab Sonntag nur noch in der Kratzbaumhütte. 

Es ist immer ein schwerer Schritt und wir haben ihn uns nicht leicht gemacht. Aber hätten wir nicht eingegriffen, wäre Baby Felix auch noch gestorben. Frieda wurde dann am Sonntag abgeholt, wird jetzt behandelt, danach kastriert und darf dann wieder in ihre Freiheit, wo sie mit ihren Freunden liebevoll betreut wird. Frieda ist leider keine Katze, die das sichere gebären versteht. Sie sieht es als Gefangenschaft und fühlte sich nie wohl. Darum hoffen wir, dass alles nur mit ihrer Psyche zusammen hängt und sie keine körperlichen Ursachen für diese Reaktion hat. Baby Felix geht es soweit gut. Er wird jetzt von mir aufgezogen und wenn er alt genug ist, darf er in unseren Kindergarten, um Sozialkontakte zu erlernen.

 


21. Mai 2019

Gestern waren wir mit unserer sanftmütigen Helga beim Tierarzt. Sie hat ja die ganze Zeit geschwächelt, wurde schon einmal behandelt und futtert ganz schlecht. Gestern haben wir dan die Nachricht erhalten, dass sie einen chronischen Katzenschnupfen hat, der aber nicht schlimm ist und Calizi, was ihr unbehandelt natürlich Schmerzen bereitet. Wir haben jetzt mit der Behandlung angefangen udn sie bekommt von mir noch zusätzlich Lysinum. Ihren Babys geht es gut und sie sind gesund und propper. Zum Glück ist dies ja nicht so ansteckend, wie immer geschrieben wird. Unser Felix hat bis zu sienem Tod mit dieser Krankheit gelebt und war in einer Gruppe mit noch vier Katzen. Keine hat sich je bei ihm angesteckt. 


15. Mai 2019

Hallo Ihr Lieben, hier unser kleiner Winzlinghausener Wunschzettel. 🥰
Natürlich kann er sich immer mal wieder ändern, weil unsere kleinen und großen Gäste etwas eigen mit ihrem Geschmack sind. Zurzeit brauchen wir aber dieses Futter. Bei den Bildern schreibe ich immer bei, wer es gerade futtert und welches besonders dringend ist.
Natürlich ist das nur eine Vorgabe und keiner muss es beachten. Setze es nur ein, weil uns die wöchentlichen Kosten doch ein wenig runter reißen. Wir haben jetzt einfach zurzeit zu viele Katzen und Babys. Daher kommen wir auf wöchentliche Ausgaben von 170,- Euro. Wir müssen ja auch die Woche 15 Pakete Katzenstreu kaufen und auch die Abfallentsorgung bezahlen. Darum bin ich immer froh, wenn keine Tieraztkosten dazu kommen. Alleine in der letzten Woche haben wir 144,- Euro an Tierarztkosten gehabt. Manchmal haben wir Ruhe und manchmal muss man eben zum Tierarzt.
Sorry, dass ich es hier so schreibe, aber es ist für uns nicht immer einfach, die vielen Wildis zu versorgen. Im Juni/Juli kommen dann noch einmal neun Babys bis jetzt dazu. In Winzlinghausen haben wir zurzeit 12 oder mehr Babys. Genau kann ich das noch nicht sagen, weil Frieda wie eine Glücke auf ihren Babys sitzt. Ihnen geht es aber gut. 10 Babys haben wir aber mit sicherer Aussage. Sie sind alle seit dem 06. April an geboren. Dazu vier Mamis bei uns und zwei Mamis in der Betreuung. Einen jungen Kater in der Betreuung und nach Felix Tod noch 7 Dauerpflegis. Dazu helfe ich noch bei privaten Notrufen ( Babys, Geburten, Katzen mit Problemen ). Diese privaten Notrufe brauchen aber kein Futter, meist nur etwas Hilfe und Unterstützung bei Problemen.
Aufzuchtmilch für Handaufzuchten habe ich noch genug, aber ich suche noch dringend Wärmekissen. Das sind so dünne Kissen wie die Traubenkern- oder Kirschkernkissen.Nur aus einem anderen Stoff. Aber die finde ich mit Hilfe von meiner Vi auch noch.
Ich hoffe, ich habe Euch jetzt nicht mit dem langen Text eine Frika ans Ohr gequatscht. Wollte nur erklären, warum ich diesen Wunschzettel einsetze.
Wer uns bei den Tierarztkosten ein wenig helfen möchte, kann von uns die Kontodaten geschickt bekommen. Habe sie leider nie im Kopf, sorry.
Nun wünsche ich Euch alles Liebe und verbliebe mit lieben Grüßen, Elke und die Winzlinghausener.


14. Mai 2019

Adelheit-Ariana, Alfi, Alvin und Alisha wünschen Euch eine sonnige Woche. Allen vier Babys geht es gut und sie erobern schon ihr Reich. Natürlich unter den sorgsamen Augen von Mama Nadeshda, obwohl sie ihnen viel Freiheiten und Eigenentscheidungen lässt. Und ich darf das auch schreiben, " die Babys sind Stubenrein ". 😂
Sorry, den Witz wollte ich einfach auch mal schreiben. Denn den liest man ja bei allen Katzenverkäufen. Das Katzenbabys von ganz alleine auf das Kaklo gehen, scheint in den vielen, vielen Jahren noch immer kein Verkäufer, oder Käufer kapiert zu haben. Da würde mich echt mal interessieren, wie sie die Babys zur Stubenreinheit erziehen. Bei Hundewelpen verstehe ich den Satz, denn sie müssen es ja wirklich erst lernen. Aber Katzenbabys? Wie funktioniert diese Erziehung? Mit Leckerlie und Lob?
Zum Schluss noch etwas, weil es in diese Jahreszeit passt. Ganz normale EKH werden als beliebte Mixe teuer angeboten. Nicht geimpft, aber entwurmt. Nur, wer kann das nachweisen, dass diese Babys entwurmt sind? Alle Babys sind immer entwurmt, waren aber nie beim Tierarzt. Ich habe schon erlebt, wie entwurmte Babys Würmer erbrochen haben. Verlasst Euch nicht immer auf solche Aussagen von privaten Verkäufern. Und dann die Schutzgebühr, aber kein Schutzvertrag. Warum nicht? Weil die Schutzgebühr für den Verkäufer einfacher als Erklärung dient? Man weiß doch, dass diese Schutzgebühren in die Tasche des Verkäufers fließt, oder meint Ihr, er setzt sie zum Schutz seiner Katzen, wie zum Beispiel die Kastration ein?
Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Mindestens ein Anruf pro Woche, wo wieder mal ein Käufer reingefallen ist und ich hin muss. Warum müssen es private Babys aus Vermehrungen sein, die, wenn man ehrlich ist, noch nicht mal das Geld wert sind, was man dem Verkäufer in den Hintern drückt.
Ich weiß, Babys aus dem Tierschutz sind teurer und ein Bewerber kann nicht einfach kommen und sich ein Baby aussuchen/kaufen. Aber diese Babys sind mit aller Sorgfallt und Verantwortung aufgezogen worden. Sie wurden immer von einem Tierarzt untersucht und getestet. Sie sind entwurmt ( nachweisbar ), geimpft und gechipt. Alleine das ist schon mehr an Kosten, als die Schutzgebühr dem Tierschutz bringt. Fragt mal Euren Tierarzt, was das alles kostet. Darum würde ich niemals die privaten Vermehrer unterstützen, sondern immer vom Tierschutz ein Baby, oder eine Katze aufnehmen. Je weniger die Vermehrer verkaufen und an den armen Muttertieren verdienen, umso schneller stellen sie die Produktion Katzenbabys ein.
Aber wem predige ich das Jahr für Jahr. Die Mentaltät Geiz ist geil, wird immer vor der Verantwortung für Lebewesen stehen. Und so werde ich auch dieses Jahr wieder gegen Windmühlen kämpfen und den Billigbabys, wo die Käufer merken, dass es krank ist, oder nicht so wird, wie angepriesen, helfen. Und natürlich dann wieder die Babys aufnehmen, die weg geworfen werden, weil sie nicht verkauft werden konnten, nicht gefallen, oder Kosten verursachen. Schade, dass sich das nie ändern wird. 😔
Elke und die Winzlinghausener


11. Mai 2019

Und auf einmal stand die Welt still, denn mein Herzkater Felix, der 10 Jahre tapfer an meiner Seite gekämpft hat, flog heute mit den Engeln in den Himmel. Nun ist mein letzter Freund gegangen und ich weiß nicht, wie es ohne ihn weiter gehen wird. Auch für seinen besten Freund Deiko. 😪


11. Mai 2019

Glück und Leid liegen in Winzlinghausen so dicht beieinander
Während gestern unser Felix seine letzte Reise angetreten hat, bekam Frieda ihre Babys. Die kleine Familie ist wohlauf, musste nur einmal kurz helfen und alle Babys kommen ganz nach der Mami.
Herzlich Willkommen in Winzlinghausen ihr kleinen Püppchen


08. Mai 2019

Seit heute betreuen wir noch zwei Straßenmamis mit ihren Babys, ca. 9 Babys. Sie werden zurzeit in einem Wintergartenb betreut udn haben auch schon Schutzhütten für den Winter bekommen, da die Mamis bei dieser Familie, nach der Kastration, für immer versorgt bleiben dürfen. Die Babys kommen dann zu uns, wo sie weiter versorgt werden, bis wir ein liebevolles Zuhause für sie gefuneden haben. 


April 2019


21.04.2019

Herzlich willkommen in Winzlinghausen, Ihr süßen Aiyana-Babys
Gestern brachte uns schon fast dramatisch unsere Aiyana vier kleine Winzlinghausener zur Welt. Ein hell rotes, ein dunkel rotes, ein grau-schwarzes und ein schwarz, oder Schildpattfarben.
Bis heute morgen wußte ich nicht, ob die Kleinen es schaffen, da Aiyana immer wieder in die Schockstarre verfallen ist. Aber unser Team hat per Telefon und im Chat immer wieder geredet gebetet, dass am Ende noch alles gut ausgeht. Ja, und heute darf ich dann vorsichtig vier kleine Winzlinge herzlich willkommen heißen.
Mittlerweile haben wir 10 Babys von drei Mamis, auf Frieda warten wir ja noch. Hoffe da aber auch nur auf maximal 4 Babys.
Nun lasst uns unserer ängstlichen und scheuen Aiyana, sowie ihren Babys, eine gesunde und glückliche Zukunft wünschen, damit ihr Leben, welches so dramatisch begann, ein super schönes Happy End findet.
Vielen Dank und liebe Ostergrüße von Elke und den Winzlinghausenern.


19.04.2019

Herzlich willkommen in Winzlinghausen Helga
Gestern kam noch Helga zu uns. Sie und ihr süßer Freund Schnubbelchen wurden im letzten Jahr zurück gelassen, als ihre Familie sich für ein neues Leben ohne sie entschieden hat. Sie wurden dann von einer Firma aufgenommen, wo man sie liebevoll versorgt hat. Sie dürfen mit in der Halle und für Abends haben sie eine gut isolierte Hütte draußen. Ihr Freund ist schon kastriert und Helga wird kastriert, sobald ihre Babys entwöhnt sind.
Helga ist die Mami von Selma, die es leider nicht geschafft hat und nun ein wunderschöner Engel ist. Sie kam dann gestern zu uns und beim nachsehen habe ich fest gestellt, dass auch ihre beiden anderen Babys etwas untergewichtig für ihr Alter sind. Auch fällt es Helga schwer, sie zu säugen, deshalb geht die kleine Familie nun zum Tierarzt. Sie futtert aber gut und ist eine ganz liebe, verschmuste Katze, die es genießt, wenn man bei ihr sitzt und mit ihr kuschelt.
Ihre beiden Babys haben nun die Namen Bonnie (die Schöne / die Gute ) und Benjamin/Benji ( der Glückssohn ) von mir bekommen. Ich hoffe, sie gefallen Euch.
Da Helga auch ein untergewichtig ist, bekommt sie seit gestern auch noch Aufzuchtmilch von mir. Wahrscheinlich waren die Geburt und das Säugen doch für sie anstrengender als für erfahrene Mütter. Außerdem brauchen sie ja schon zwischen 600g und 800g Futter pro Tag. ich hatte auch schon eine Katze, unsere Penny, die futterte 1,2 kg pro Tag. Na ja, bei sieben Babys durfte sie das auch.
Nun dürfen sie erst einmal in Ruhe ankommen und sich entwickeln. Später darf Helga dann wieder zurück zu ihrem Freund. Für Helga ist der Pueblo von Omi nur eine Übergangslösung. Die Schlafbox für sie ist schon bestellt und wir hoffen, dass sie schnell kommt. Müssen aber Ostern mitrechnen. Danach hat sie es bequemer, so wie Aiyana und Nadeshda.

Nun wünsche ich Euch im Namen von Helga und ihren Zwergen einen wunderschönen Feiertag und ganz Winzlinghausen schickt Euch liebe Grüße.


19.04.2019

Herzlich willkommen in Winzlinghausen, süße Frieda

Gestern zog Frieda bei uns ein und ich muss sagen, in ihr habe ich den Meister der Wildis gefunden. Frieda kommt aus einer Ecke, wo sehr viele Kartäuser sind. Dort ist sie dann im letzten Jahr wild geboren und aufgewachsen und die letzte aus einer Kastra Aktion. Sie kann nicht mehr kastriert werden, da sie schon die Mitte der Tragzeit hat und so haben wir sie aufgenommen, damit sie bei uns ihre Babys bekommen und aufziehen kann.
Als sie gestern hier an kam, dachte ich, wir bekommen Spiderman ins Haus. Sie lief die Wände hoch und runter, um dann schließlich auf dem Rollokasten zu verweilen. Dort blieb sie dann bis diese Nacht. Dann hat sie sich die Fenster geöffnet und saß auf der Außenbank. Zum Glück ist dieses Fenster mit einem Spezialnetz versehen, weil wir im Sommer so die Fenster für die Babys offen lassen können, sie es nicht zerreißen können und auch kein Ungeziefer von draußen an sie ran kommt. Das Fenster habe ich dann aber doch sicherheitshalber mit einem Verschluß noch um 3 Uhr morgens versehen.
Um 5 Uhr ist sie dann wieder runter gekommen, hat gefuttert, ins Kaklo eine lange W.... gemacht, gefuttert und nun schläft sie im Kratzbaum.
Frieda wird noch eine ganze Zeit brauchen, bis sie mir vertraut und sie keine Angst mehr hat. Zum Glück dauert es auch noch bis zu vier Wochen, bis sie ihre Babys bekommt. Diese Zeit werde ich jetzt nutzen, um sie mit allem vertraut zu machen. Aber ehrlich, Nadeshda ist ja schon eine kleine Wilde, aber Frieda schlägt sie um Längen in der Wildheit. Ich werde sie auch gar nicht so sehr bedrängen, sondern ihr das Gefühl geben, dass sie trotz allem noch den Überblick hat und selber entscheiden kann.
Ansonsten kann ich mich nicht beschweren. Sie lässt mich rein, ich kann sauber machen und füttern und selbst an ihr vorbei gehen. Oder unter ihr durch.
Auch wenn Frieda eine Wildi ist, wäre es doch toll, wenn wir sie hier zusammen willkommen heißen würden. Denn gerade die Wilden haben es doch auch verdient, oder?

Nun wünscht Frieda Euch ein schönes Osterwochenende. Liebe Grüße, Elke und die Winzlinghausener

 


18. April 2019

Guten Morgen Ihr Lieben,
heute möchte ich, Eure Bürokatze Fienchen, ein kleines Update für Euch machen.
Erst einmal vielen, lieben Dank an alle, die für mich das Unmögliche möglich gemacht haben. Dank Euch habe ich nun genug Futter, um die Umstellung mit meiner Pflegemami gut über die Bühne zu bekommen. Hofft sie jedenfalls.
Dann habt Ihr ja mit bekommen, dass nun langsam Winzlinghausen mit neuem Leben erfüllt wird. Auch wenn es manchmal nur für kurze und eine traurige Zeit ist, wie bei der kleinen Selma.
Wir sind alle sehr traurig hier und hätten der kleinen Maus so sehr das Leben gegönnt. Aber leider schreibt unser Schicksalbuch seine eigenen Seiten und wir können nur versuchen, es diesen besonderen Babys zu erleichtern, so gut es geht.
Selma kam schon in der Agonie zu uns und es war schlimm, dass wir ihr nur noch den letzten halt geben durften. Sie musste aber zum Glück nicht so lange kämpfen, sondern durfte nach ein paar Minuten ruhig und sanft mit den Engeln fliegen. Selma wurde leider nur 12 Tage alt und starb mit dem Gewicht eines Neugeborenen. Unsere Gedanken und unsere Herzen sind aber immer bei ihr und sie wird oben spüren, sie hat in Winzlinghausen Freunde für immer gefunden.
Dann haben wir ja noch unsere Nadeshda, die junge Wildi, die bei uns vier Babys das Licht der Welt geschenkt hat. Sie ist eine tolle, wenn auch etwas faule Mutti. Sobald sie ihre Babys abgefüttert hat, liegt sie wieder auf der Fensterbank in der Sonne. Nadeshada ist sehr klug und weiß, dass meine Pflegemami ihr und ihren Babys nichts böses will. Daher kann sie ungestört dort sauber machen und Futter nachfüllen. Nadeshda bleibt noch einige Wochen bei uns, darf aber dann wieder zu ihrer Freundin in ihr altes Zuhause, wo sie liebevoll versorgt wird. Ihre Babys, ein schwarzes, ein schwarz-weißes und zwei silberne, bleiben bei uns und wir suchen für sie ein liebevolles Zuhause.
Aiyana und riesen großes Sensibelchen hat noch keine Babys bekommen. Das kann auch noch dauern, da wir ja nie wissen, in welcher Woche Wildis sind, wenn sie zu uns kommen. Aiyana ist das kleine Herz meiner Pflegemami und sie ist sehr oft bei ihr, weil die Süße so unsicher ist. Aiyana ist schon ein älteres Mädel, sehr lieb für sich, aber natürlich geht kein anfassen. Wildi eben. Wir warten noch die Woche nach Ostern ab, stellen sie dann aber unserem Tierarzt vor, wenn sie bis dahin noch keine Babys hat. So möchte es das Bauchgefühl meiner Pflegemami und Ihr wißt ja, sie hört immer darauf.
Tja, und nun weiß ich nicht, wie ich es sagen soll, aber wir haben unseren Stopp aufgehoben, denn es ging nicht anders. Nicht für alle Katzen, das geht ja leider nicht. Wir sind ja nicht so groß, aber noch einmal für zwei neue Mamis von Draußen. Eine ganz Wildi und eine mittlere Wildi, wenn ich das so sagen kann. Mehr Mamis geht aber zur Zeit wirklich nicht und daher ist meine Pflegemami am Tag viel unterwegs und versucht, mit den Leuten, die in ihren Gärten Mamis finden, vor Ort eine Lösung zu finden. Ein paar Mamis konnten daher gut untergebracht werden.
Nun hoffen wir ein wenig, dass über Ostern etwas Ruhe einkehrt und wir die restlichen Arbeiten noch machen können. Solche Sachen gehen ja nur zwischendurch seit das Telefon wieder ruft.

Bevor ich Euch jetzt einen schönen Tag wünsche, möchte ich Euch noch drei Sachen schreiben, die mir am Herzen liegen. Ich hoffe, Ihr versteht das ein wenig und seid nicht böse deswegen.
Erstens muss meine Pflegemami den Futtereinkauf für mich einstellen. Wir freuen uns zwar riesig über jedes gefundene Schälchen, aber es ist nun mal so, dass unsere Kasse nicht ewig hält und hier noch acht alte, behinderte/kranke Katzen/Oldies versorgt werden müssen. Daher müssen wir wenigstens ein paar Euro zur Sicherheit lassen. Denn sie möchten auch Futter und Tierarzt haben. Dann kommen ja jetzt finanziell vier neue, kleine Familien auf uns zu und wer uns kennt, weiß ja, dass die gute Tierarztversorgung immer vor geht. Daher brauchen wir auch für die Mamis und Babys Rücklagen.
Als meine Pflegemami den Aufruf gestartet hat, hat sie ehrlich nicht mit so einer großen Hilfswelle gerechnet, da wir das ja so nicht kennen. Nun ist es ihr peinlich, denn sie kann natürlich nicht alles aufkaufen, auch wenn ich es gerne hätte. Doch mit der Menge, die wir haben, klappt das Umstellen schon. Muss ja eh umstellen, da irgendwann kein Schälchen mehr zu bekommen ist. Darum hoffen wir auf Euer Verständnis, dass wir nicht genügend finanzielle Mittel haben, um alle Angebote aufzukaufen. Aber wir sind Euch wirklich unendlich dankbar für Eure tolle Hilfswelle für mich.

Dann geht es beim zweiten Thema um die Babys. Ab jetzt wird es immer mehr vorkommen, dass wieder Babys gefunden, oder nicht von ihrer Mami angenommen werden. Wenn man so ein Baby findet, oder es an seiner Mamikatze sieht, bitte nicht Stunden warten, selber tüfteln, nicht bei Fb in den Gruppen diskutieren, was man machen kann und wenn man eine Handaufzucht noch nie gemacht hat, bitte nicht einfach so selber versuchen. Aber ganz wichtig. Bitte nicht bis nach 18 Uhr damit warten, irgendwo Hilfe zu finden. Zu 90% erreicht man nach dieser Uhrzeit keinen mehr, was ja auch verständlich ist. Kein Tierschützer kann Tag und Nacht am Telefon sitzen und warten, ob Jemand anruft. Das wir bis Nachts und teilweise länger erreichbar sind, liegt an der guten Zusammenarbeit mit meinem Team. Und natürlich, wenn ich wieder Handaufzuchten habe. Da ist man ununterbrochen erreichbar. Hätten wir feste Zeiten, würde das bei uns auch nicht gehen.
Darum bitte, wendet Euch sofort immer direkt an den Tierschutz in Eurer Nähe, der Erfahrung mit Handaufzuchten hat. Wenn Ihr keinen kennt, könnt Ihr auch von uns gute Adressen bekommen, bei denen wir wissen, sie machen wirklich eine gute Arbeit. Und selbst, wenn diese dann voll sind und nichts mehr aufnehmen können, helfen sie Euch trotzdem weiter.
Haben wir Platz, nehmen wir natürlich auch auf. Aber ich muss mich an die Auflagen vom Vet Amt halten. Wurde ja schon mal von einer TS angezeigt, weil ich eine Mami Zuviel aufgenommen hatte. Darum helfe ich, so gut ich kann und gebe gerne mein Bestes. Muss aber auch an unsere Pfleglinge denken. Es nützt ihnen nichts, wenn sie dann nach einer Anzeige aus Winzlinghausen gerissen und woanders unter gebracht werden, nur damit die Zahl wieder stimmt.
Doch worum es mir geht, ist, nehmt Euch bitte zu Herzen, dass ein kleines Babys nicht ewig die Kraft hat, durchzuhalten, bis ihm richtig geholfen wird. Man kann ja sein Fundbaby behalten, wenn man möchte. Nur sollte man sich, wenn man noch unerfahren ist, Hilfe zur Seite holen, die einem zeigt und erklärt, worauf man bei Handaufzuchten achten muss. Es ist für uns Winzlinghausener schwer, im Sommer Babys zu bekommen, wo wir bei der Übergabe schon wissen, sie werden es nicht schaffen, weil sie zu lange nicht richtig, oder gar nicht versorgt wurden. Die Gruppen bei Fb sind zwar gut und oft nützlich, aber der erste Weg mit einem Baby sollte immer direkt der Tierarzt, oder ein erfahrener Tierschutz sein. Wenn das Baby versorgt ist, kann man immer noch Bilder posten und in den Gruppen darüber diskutieren. Und natürlich werden die kleinen Seelchen es Euch danken.
Für dringende Notfälle nach 18 Uhr kann man natürlich auch bei uns anrufen. Wir setzen Euch noch zwei Telefonnummern ein, die Ihr dann erreichen könnt.

Die dritte Sache ist, dass ich uns noch einmal erklären muss und möchte. Wir sind ein kleines Team von 5 Frauen und Papa Bär. Von den 6 Teamern arbeiten 4 in Vollzeit, eine unterstützt meine Pflegemami im Internet bei Fragen von Hilfesuchende. Ja, und meine Pflegemami ist eigentlich auch in Vollzeit, auch wenn sie dafür nicht bezahlt wird. Winzlinghausen wacht morgens um 4 Uhr auf und schläft im Sommer immer so um Mitternacht ein. In dieser Zeit wird hier hart gearbeitet und es ist keineswegs so, dass meine Pflegemami rum hängt und auf wichtig macht. Wir haben hier durch sie volles Programm, denn in den Jahren wurde ihr Heim zu unser Heim umgebaut und wir sind schon so weit, dass wir bis jetzt unzähligen Katzen eine Starthilfe für eine zweite Chance geben konnten. Wir sind zwar kein Tierheim, aber doch ein wenig so ähnlich. Auch bei uns müssen die Tiere versorgt werden. Gerade die älteren Tiere, mit ihren kleinen Wehwechen, brauchen oft viel Betreuung und Arbeit. Daher kann Winzlinghausen nicht jedes mal um Hilfe bitten, oder Veranstaltungen erstellen, oder sich irgendwo hinstellen und um Geld bitten. Wir haben nur die Möglichkeit der Katzenseite, die wir nutzen können und glaubt mir, meine Pflegemami versucht alles, um nicht so oft um Hilfe bitten, oder betteln zu müssen. Doch auch wir müssen unsere kleinen und großen Gäste satt bekommen, oder sie brauchen den Tierarzt. Daher haben wir z.B. die Osteraktion gemacht. Mit dem Erlös der zurück geführten Küken und Häschen können wir wieder einen Teil der Unkosten abdecken. Dann haben wir noch unsere Paten, die monatlich ihre Patenkatze mit unterstützen. Aber wenn der Frühling/Sommer kommt, wird es schwer. Wenn nicht viel bei uns wohnt, kommen wir gut mit 100 Euro die Woche hin. Haben wir aber alles belegt, sind wir schnell auf 150,- Euro die Woche und somit ca. 600,- Euro im Monat. Darum freuen wir uns immer sehr, wenn eine Aktion von uns ein wenig angenommen wird und wir dadurch wieder weiter helfen können. Denn auch wir brauchen Hilfe, um helfen zu können. Ich hoffe, Ihr versteht das ein wenig und seid nicht allzu böse über meinen langen Text. Da ich ja nicht immer schreiben kann und meine Pflegemami auch nicht immer die Zeit für mein Anliegen hat, werden meine Texte immer ein wenig länger.

Nun wünsche ich Euch im Namen aller Winzlinghausener einen wunderschönen Tag und schicke Euch von Herzen ganz liebe Grüße. In Liebe, Euer Fienchen.


18. April 2019

Heute hatte ich die traurige Aufgabe, die kleine Selma, die nur ein paar Minuten bei uns bleiben durfte, in meinem Arm auf ihren letzten Weg ein Stück zu begleiten. Sie kam leider zu spät und hatte daher keine Kraft mehr. Einen ganz lieben Dank auch an die Familie, die alles versucht hat.
Bitte, nehmt sie auf in Eure Herzen und begleitet sie mit einem lieben Gruß auf ihre Reise zu den Engeln. Denn mehr durfte sie nicht auf Erden erfahren. Selma wurde geboren, um zu sterben. Darum möchte ich ihr all die Liebe und Wärme mit geben, die sie bei uns nicht mehr erleben durfte. Es wäre unheimlich lieb von Euch, ihr zu zeigen, dass sie trotzdem ein besonderes Baby war und sie oben stolz sagen darf, "ich wurde geliebt ".

Kleine Selma, Du durftest auf Erden nicht leben, aber in unseren Herzen wirst Du immer Deinen Platz haben. Denn der Tod kann uns das Leben nehmen, aber nie die Liebe.

 


 

 

Winzlinghausen möchten sich hier im Namen unserer Pfleglinge ganz lieb bei den lieben Engeln bedanken, die uns so tolle Futterpakete geschickt haben. Für unser kleines Winzlinghausen eine große Hilfe. Darum von Herzen danke dafür.


12.04.2019

Am 11. April bekamen wir vom Ordnungsamt ein Schreiben, mit der Auflage, den Mietbaum unzähliger Spatzen und Maisen an der Straße bis zum 30.04. zurück zu schneiden, da wir sonst mit Strafen zu rechnen haben, weil wir uns nicht an das Gesetz der Straße halten. Die Anwohner und die WEST haben sich über den Baum beschwert, da er nicht die Maße hat, die er zur Straße braucht und alle Anwohner, über 2m sich den Kopf daran stoßen, wenn sie den überdimensionalen Gehweg von knapp 60cm benutzen. 

Mein Anruf hat den Vögeln leider nicht geholfen und auch meine Erklärung nicht, warum er in diesem Jahr so früh ausgeschlagen ist. Wir halten uns ja immer daran, dass September/Oktober der Baum zurück geschnitten werden muss. Nur konnten wir leider nicht ahnen, dass es diesmal so einen milder Winter gab, dass der Baum schon im Februar die ersten Blüten trug. Da nun April und Brutzeit ist, müssen wir den Spatzen und Maisen ihren Lebensraum nehmen, denn sie werden nicht zurück kommen, da der Baum nach dem erneuten Zuschnitt zur Straße offen ist. Und wenn dort am laufenden Meter Busse, LKW`s und Autos lang rasen, sind sie ungeschützt. Heute kletter ich mal rein und versuche zu schauen, ob schon Gelege vorhanden sind. Dann versuchen wir um sie herum zu schneiden. Und ich überlege, einen Sichtschutz zu setzen, bis der Baum wieder zu gewachsen ist. Hoffe dann, dass sich wieder die West und die Anwohner beschweren, weil dann wieder die Betonwüste durch grün verdeckt ist. Ich werde auf jeden Fall alles machen, um den Tieren den Lebensraum zu erhalten, den sie schon seit 20 Jahren haben und wo sich bis jetzt keiner dran gestört hat. Nun kommt ja immer mehr der Trend "Friedhofsflair und Betonwüste" in Mode und da passt Natur natürlich nicht rein. Traurig, denn auch der Mensch braucht die Natur, um zu überleben. Bäume sorgen für unseren Sauerstoff und Blumen für die Bienen, die uns Menschen vor dem Aussterben retten. Aber heute zählt nun mal eben mehr, wer das beste Handy besitzt und nicht, was aus unseren Tieren wird. Traurig das Ganze. :-(


12.04.2019

Am 10. April zog die hochträchtige Nadeshda bei uns ein und bereits einen Tag später schenkte sie drei wunderhübschen Babys das Leben. 

Nadeshda kommt von einem Hof, wo sie und ihre Freundin verantwortungsvoll versorgt und innig geliebt werden, obwohl sie Wildis sind. Sie sind einfach eines tages zugewandert und geblieben. Die Freundin ist schon kastriert und Nadeshda wird kastriert, sobald sie ihre Babys entwöhnt hat (12 Wochen). 

 


12.04.2019

Am 02. April zog unsere süße Aynana/Anand bei uns ein. Sie hat zwei Namen, da sie womöglich auch ein Kater sein kann. Da sie sehr wild ist, können wir natürlich nicht so einfach schauen, ob es ein Junge, oder ein Mädel ist. Und selbst wenn es ein Mädle ist, können wir nichts machen, da wir nicht wissen, ob sie kastriert, oder trächtig ist. Leider werden Katzen/Kater, die wild sind, von TSV nur kastriert, aber nicht gekennzeichnet. Um ihr nun unnötig Stress und eine sinnlose Op zu ersparen, warten wir drei Wochen ab. Sollte sich bis dahin nicht tun, werden wir versuchen, sie so schonend wie möglich zum Tierarzt zu bekommen.

Aiyana ist die erste von zwei Wildis und die Anfragen reißen nicht ab. Leider finden sie keinen Platz in unserer Gesellschaft, weil sie nicht schmusig sind, keine schönen Farben haben, keine langen Haare, oder Babys sind. So ist ihr Leben dazu verbannt, auf der Straße zu leben, bis das Schicksal ihnen ihren Tod schickt. Es ist traurig und man sollte meinen, die Menschen sind aufgewacht und denken um, aber dem ist nicht so. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Während wir in den letzten Jahren bis zu 80 Katzen/Babys aufnehmen konnten, müssen wir in diesem Jahr drastisch runter schrauben. Ohne Hilfen aus dem Kreis Heinsberg schaffen wir natürlich nicht mehr die Menge und da ein TSV sich mal wieder die Aufgabe gemacht hat, gegen uns zu hetzen, schrauben auch die Spender zurück. Aiyana und Nadeshda bekommen jede liebevolle Versorgung, die sie brauchen. Und natürlich auch ihre Babys. Aber leider müssen wir auch mit schwerdem Herzen sagen, wir können nicht mehr helfen, als wir finanzielle Möglichkeiten haben. Es bringt nichts, wenn wir uns verschulden, oder vergammeln, nur um auf Quote zu gehen. Daher versuchen wir unser Bestes, müssen aber immer die Grundversorgung unserer Pflegis im Auge behalten.

Wir arbeiten jetzt noch an einer Anfrage, zwei Wildis aufzunehmen, die aber wohl dann dauerhaft bei uns bleiben. Wer nimmt schon zwei ausgewachsene Wildis, die zwar lieb, aber keine Schöhnheiten sind. Denn das Leben draußen zeichnet sie schon. Da sie an ihrem Ort nicht mehr bleiben können, es sind mehr als zwei, versuchen nun Tierfreunde, sie unterzubringen. 

Aiyana hat das Glück in dem Zuhause, welches sie sich ausgesucht hat, bleiben zu dürfen. Da sie den Freigang braucht, ist es dort auch wirklich optimal für sie. Ein paar Tage muss sie noch aussitzen. Dann entscheidet sich, ob sie zurück darf, oder Babys bekommt. 


07.04.2019

Wenn Tränen reden könnten, würden sie sagen, "bitte gebt die alten und kranken Katzen nicht auf".
Ich wende mich heute einmal an Euch, weil man immer mehr auf Fb liest, dass alte Katzen ihr Heim verlieren, oder keinen Platz finden, obwohl es für sie nicht mehr tragbar ist, auf der Straße zu leben. Und ich wende mich an Euch, weil gerade die Oldies mein Herz so sehr berühren. Es gibt keine liebenswerteren und weiseren Tiere als die Oldies. Und sie würden einen Menschen nie im Stich lassen. Mein Herz gehört ihnen und für 2019 wird meine Stimme auch ihnen wieder voll und ganz gehören. Auch werde ich weiterhin Platz schaffen, damit noch ein paar von der Straße bei uns ein Heim auf ihre alten Tage finden.
Da ich keine grinsenden Selfies und keine Selbstdarstellungen im Bild/Video mag, habe ich unseren Oldie Felix genommen, der ja unser süßes Sorgenkind ist. Solange er aber noch fit ist und mir zeigt, dass er leben möchte, werde ich alles tun, um ihm auf seine alten Tage noch ein vertrautes Heim zu geben. Denn keiner hat es mehr verdient, als unsere Oldies, nicht im Stich gelassen und immer wieder erwähnt zu werden.

Mein erster Oldie, der mein Herz erobert hat, war der Dorfpirat Mikesch. Keiner konnte sagen, wie alt er genau war, aber alle kannten ihn schon über 20 Jahre, wie mir Dorfbewohner damals berichteten. Bei meiner ersten Begegnung mit diesem süßen Schmuddel hatte ich schon etwas Angst. Er war so groß und mächtig und wie er auf mich zu kam, total anfixiert, konnte einem schon mulmig werden. Aber es waren nur seine Augen, die nicht mehr so gut sahen und daher war sein Blick auch immer die ganze Zeit auf das gerichtet, was ihn in dem Moment interessierte. Mikesch war der heimliche König in dem Dorf. Autos, ja selbst Busse fuhren langsam und wenn er sich auf der Straße sonnte, musste man auch mal stehen bleiben und warten, bis er sich bequemte aufzustehen. Aber jeder nahm das komischerweise hin und in seinem Revier, welches er wie seine Westentasche kannte, zeigte er mir oft Stellen, die von wilden Mamis zum Werfen ihrer Babys genutzt wurden. Unsere täglichen Spaziergänge habe ich genossen und wenn ich kam, saß er schon am Parkplatz und wartete auf mich. Mikesch hat mir die Liebe zu den Wildis ins Herz gepflanzt. Er hat mir gezeigt, wie dringend und wichtig Hilfe und Verständnis für sie ist und dass sie niemals ein Problem sind. Denn das Problem ist ja von Menschen gemacht. Leider konnte ich nicht lange die zeit mit ihm genießen, nur einen Sommer. Er bekam zwei Schlaganfälle kurz hintereinander und ich musste ihn dann gehen lassen. Bis zum letzten Atemzug schnurrte er in meinem Arm und sah mich mit seinen weisen und gütigen Augen an. In dem Moment habe ich mir gewünscht, nur ein wenig seiner Stärke zu besitzen, denn mir liefen ununterbrochen die Tränen. Heute sind die Jahre gegangen und Vieles hat sich ja verändert. Aber die, die ihn kannten, vergessen ihn nie und tragen ihn immer in ihren Herzen bei sich.
Obwohl sich meine Hilfe mit der Zeit immer mehr zur Babyaufzucht wendete, weil immer noch jedes Jahr mehr Babys geboren werden, als man unterbringen kann und sie auf der Straße ja auch oft ihre Mami verlieren, bevor sie sich selber versorgen können. Aber mein herz ist bei den Oldies geblieben und so durfte ich in den Jahren noch einigen Oldies ein Heim auf Zeit geben. Da waren Mikel, Lisa, Omi Krümel, Omi Flocke und Marie, die Winzlinghausen ihren Stempel aufgesetzt haben. Von ihnen durfte ich lernen und Vieles wurde darum auch in ihrem Sinn umgesetzt. Sei es für die Älteren, aber auch für die Babys. Denn heute reicht es nicht mehr, Babys nur die Flasche geben, in einen Kennel setzen und hoffen, dass sie nicht sterben. Babys kommen immer mehr krank und schwach zur Welt, brauchen eine ganz andere Aufzucht wie früher und in schlimmen Jahren sterben mir von 80 Babys auch 6 bis 8 Babys. Für mich ganz schlimm, denn man möchte ja allen Babys eine zweite Chance ermöglichen und jedes Baby, welches stirbt, ist ein Baby Zuviel, welches geboren wurde, um zu sterben.
Mittlerweile gibt es zum Glück viele TSV, die nun auch Flaschenaufzuchten machen und auch viele private Tierfreunde ziehen Babys von der Straße mit der Flasche auf. Ein Segen für die Straßenkatzen und ihre Babys, denn sie brauchen jede noch so kleine Hilfe. Und für mich ein Segen, da ich mich nun etwas mehr um die Oldies kümmern kann, die auch Hilfe brauchen.

Aber ganz wichtig!!!!!!!! Ich nehme keine Privatabgaben an und schreibe dann, sie wären Wildis. Winzlinghausen kümmert sich nur um die richtigen Wildis und sollte doch mal ein Oldie zu uns kommen, der sich anfassen lässt, hat das einen besonderen Umstand und das schreiben wir dann auch. Offenheit bleibt weiterhin unsere Motivation, daran wird sich nichts ändern.

Ich möchte mich aber noch an die ältere Generation wenden, die Katzen hat und deren Erben sagen, dass sie sich auch nach ihrem Tod um diese Seelchen kümmern. Bitte sichert Eure Katzen ab, denn in 90% der Versprechungen landen die Katzen im Tierheim, oder beim Tierarzt auf dem Tisch zum einschläfern. Vermacht Euer Erbe nur mit der Auflage, dass nur der das Erbe bekommt, der sich auch um Eure Tiere kümmert. Denn meist ist noch nicht einmal die Beerdigung vorbei, da sind die Tiere schon entsorgt. Ich weiß, das klingt jetzt hart, aber leider ist die Realität so. Auf ein gegebenes Wort kann man nicht mehr wie früher vertrauen. Ich habe da schon einiges an Fällen erleben müssen und es hat mir das Herz zerrissen, wie kalt man mit den Tieren umgeht, wenn z.B. der Verkauf des Hauses schnell vonstatten gehen soll. Darum sichert Eure Tiere in Eurem Testament ab. Lasst sie nicht irgendwo enden, nur weil Ihr nicht mehr unter uns seid.

Dann ist es absolut traurig, dass man eine Katze, oder einen Kater 10 Jahre und länger hat, doch kaum ist er/sie krank, verursacht Kosten, wird der Tierarzt zum einschläfern gerufen, oder das Tier landet wegen Umzug, oder Allergie im Tierheim. Ich verstehe das niemals. Waren sie die ganzen Jahre denn nie treue Freunde für diese Menschen? Waren sie nicht an ihrer Seite, wenn sie krank, oder traurig waren und haben sie als ihre Familie behütet und getröstet? Wie kann man ein Tier, welches man so eine lange Zeit hat und wo man überall erzählt, wie wichtig es einem ist, dann plötzlich abschieben? Erlischt die Liebe bei den Kosten für den Tierarzt, oder dem Arbeitsaufwand? Oder liegt es daran, dass ein Tier so schnell austauschbar ist?

Wir haben jetzt noch fünf Oldies bei uns und niemals im Leben könnte ich mir vorstellen, auch nur einen von ihnen ihm Stich zu lassen. Nie mehr könnte ich in den Spiegel schauen, so sehr würde ich mich verabscheuen. Und sollte ich vor ihnen gehen müssen, ist auch schon dafür gesorgt, dass sie ihr Heim nicht verlieren. Hier dürfen alle solange bleiben, bis ein Engel sie holt. Egal, wie krank und teuer sie sind und egal, wie sie aussehen. Denn es sind Lebewesen und haben genauso ein Herz wie wir.

Ich weiß, ich werde ein Umdenken für die Katzen nicht mehr erleben, aber mein Wunsch wäre es schon. Wenn alle Menschen den Tieren den gleichen Respekt entgegen bringen würden, wie sich selber, wäre schon ein großer Schritt getan. Solange Gott will und mir die Kraft gibt, werde ich weiter für die Tiere, vor allem die Katzen sprechen. Denn sie sind ja nun mal zu einem großen Teil meines Lebens geworden und daher habe ich es ihnen versprochen. Und wie heißt es so schön "versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen".

Nun wünschen Euch unsere 12 Winzlinghausener, Felix, Deiko, Pino, Mäxchen, Shakira, Limpi, Charly, Schatzi, Gizmo, Percy, Perla, Sparky und natürlich unsere Büromieze Fienchen einen wunderschönen Sonntag und schicken Euch liebe Grüße.

 


07.04.2019

Schritt für Schritt und Stück für Stück
Heute konnte ich schon ein wenig näher an Schatzi ran. Noch ganz langsam und leise, aber mein süßes Herz blieb ganz ruhig liegen.
Mir tut schon ein wenig das Herz weh und ich versuche meine gesamte Freizeit bei ihr zu verbringen. Es ist ja nicht einfach für ein Wildi, sich dem Menschen zu öffnen. Vor allem, wenn es aus seiner gewohnten Umgebung weg ist und nun in einer neuen Umgebung erst einmal Vertrauen fassen muss.
Leider ist es ja bei Wildis so, dass sie immer Wochen bis Monate brauchen, um Vertrauen zu fassen und man darf sie niemals bedrängen. Sie kennen ja keine Menschen und keine Berührungen. Sie verstehen das alles ja noch nicht und wissen nicht, dass man es nur gut mit ihnen meint.
Wildis öffnen sich nicht aus Dankbarkeit und schmusen mit den Menschen, weil diese sie gerettet haben. Wildis sehen in uns einen Feind, den sie nicht einschätzen können und man kann nur in ganz kleinen Schritten ihnen zeigen, dass sie keine Angst haben müssen. Vertrauen ist bei Wildis weiter entfernt, als man sich vorstellen kann und oft vertrauen sie nie.
Oft wird ja eine Fundkatze mit einem Wildi verwechselt. Liegt an der mangelnden Erfahrung bei den Katzen, denn angefahrene Wildis, wenn sie verletzt sind, oder bei Wildis, die krank sind, findet man oft das Phänomen, dass sie sich für eine Zeit sozial den Menschen anschließen. Sind sie aber wieder fit, kommt das Wilde wieder durch und auch der Argwohn. Deshalb sind Wildis von Natur aus nicht dankbar. Sie sind nur für eine Zeit schwach und wissen, dass sie unsere Hilfe brauchen. Selbst ein "Katzenflüsterer" kann nicht ein Wildi dazu bringen, nach kurzer Zeit dankbar und schmusend anzukommen. Bei Wildis herrscht der Überlebenstrieb und sie verstehen sehr schnell, wenn wir ihnen Futter und einen warmen Platz geben. Aber das Verstehen hat nichts mit Dankbarkeit zu tun, sondern mit Überleben. Katzen haben in unserer verbauten Welt doch kaum noch den Raum, den sie brauchen, um ohne Gefahren ausgesetzt zu sein, ihre Natur ausleben zu dürfen.
Ich erinnere mich noch an Amigo. Ein Jungkater, überfahren am Straßenrand liegen gelassen. Als er zu uns kam, war er zahm wie ein Schäfchen. Er ließ sich behandeln, nahm brav seine Medizin und ließ sich mit der Spritze füttern, da er nicht selber wegen einem gebrochenen Kiefer futtern konnte. Er war so schwer verletzt, dass er nicht laufen und sich nicht entleeren konnte. Er schnurrte, wenn ich kam, ließ sich streicheln und konnte stundenlang bei mir im Arm liegen. Doch mit der Genesung kam auch Stück für Stück die Wildheit wieder zurück und es hat fast ein Jahr gedauert, bis er jetzt seinen Besitzer liebt und ihn jedes mal liebevoll belagert, sobald er nach Hause kommt.
Man muss unterscheiden. Es gibt Wildis. Dies sind draußen geborene und aufgewachsene Katzen. Sie leben schon eine ganz Zeit, oder sehr lange mit dem Argwohn und der Vorsicht dem Menschen gegenüber. Dann gibt es die ausgesetzten, oder verirrten Hauskatzen, die zwar auch eine Zeit draußen leben, aber den Menschen nie als Feind gesehen haben. Sie sind bei Menschen aufgewachsen und sind nach einer Einfangaktion auch oft schon nach Tagen wieder in ihrer Normalität, wo eine Wohnung/ein Haus und der Mensch ja was ganz Alltägliches für sie sind. Man kann zwar sagen, man hat sie gerettet, kein Thema. Aber ich sehe das eher als helfen, statt als retten an. Ich finde, retten ist so ein weiter Begriff.
Selbst bei Babys kann man schon den Unterschied zwischen Wildis, ausgesetzte, oder abgegebenen Babys sehen. Ein Wildi ist immer spezifisch und egal wie klein, schon gegen den Menschen geimpft sind, oder sie kennen und froh sind, wieder welche zu haben. Ich hatte schon Babys, die hatten noch nicht die Augen auf, aber fauchten wie eine Wildkatze, wenn ich ihre Schlafbox öffnete. Babys, die den Menschen kennen, sind ruhig und schmusen direkt drauf los. Schnurren und lassen sich ohne Fauchen und Gegenwehr anfassen.
Leider wird das immer noch gerne genommen, dass man einen Wildi hat und wenn er am nächsten Tag schnurrend um die Beine streicht, stellt man sich gerne als Retter, oder Katzenflüsterer hin. Ist aber Quatsch. Einen ausgewachsenen Wildi kann man nicht von heute auf morgen lieb streicheln.

Schatzi ist nun eine waschechte Wildi und es wird lange dauern, oder gar nicht geschehen, dass sie den Menschen gegenüber zugängig wird. Sie weiß, wo sie Futter bekommt und wo ihr warmes Körbchen ist. Sollte sie trächtig sein, wird sie ihre Babys bekommen und mich auf keinen Fall an sie heran lassen. Schatzi muss in keinen Kennel, oder in einer Katzengruppe überflutet werden. Sie darf ihr 15m2 Gehege als ihr eigenes Zimmer betrachten und wenn sie sich entschließt, sich den Menschen anzuschließen, suchen wir für sie ein liebes Zuhause. Möchte sie es nicht und lieber ihr Leben versorgt draußen führen, wird sie auch diesen Wunsch erfüllt bekommen. Sie wird nicht bedrängt, darf selber entscheiden und mir zeigen, was sie möchte und was nicht.

Ich bin kein Retter, oder Katzenflüsterer. Ich bin nur ein Mensch, der schaut, was er selber möchte und was nicht. Und ich möchte nicht von allem und jedem bedrängt, oder angetatscht werden. Ich möchte auch selber entscheiden und so sollen auch die Wildis selber entscheiden.
Natürlich ist es bei Fundkatzen, die den Menschen kennen, anders. Sie möchten und brauchen die menschliche Nähe, die sie dann auch bekommen.

Ich bin froh und dankbar, dass es Menschen gibt, die ein Wildi aufnehmen und ihm die Zeit geben, anzukommen. Denn auch ein Wildi hat es verdient, mit Respekt gesehen zu werden.

Und nun lasse ich Schatzi ihren Weg selber entscheiden. Gebe ihr Hilfen in Form von Zusprachen, Futter, ein sauberes Kaklo und ein warmes Nest. Sie wird mir zeigen, was sie möchte und solange bin ich gerne ihr persönlicher Sklave, der mein Herz gehört, aber niemals ihr Retter, oder ihr Katzenflüsterer.

 


03.04.2019 =

Wer bin ich?
Für Euch bin ich ein Straßenkater, oder eine Straßenkatze, die irgendwann einmal irgendwo auftaucht, weil er/sie Hunger hat, oder krank/verletzt ist. Wir werden eine Zeit beobachtet und dann gefangen, damit uns geholfen wird, was auch absolut richtig ist.
Aber habe ich dadurch einen Namen, eine Herkunft, eine Geschichte für Euch?
Ich bin jetzt in Winzlinghausen, alles ist mir fremd und macht mir Angst. Da ist eine Pflegemami, die jeden Tag mehrmals nach mir schaut, mich füttert, mit mir redet und meine Hinterlassenschaften entfernt. Sie ist immer ganz ruhig, schimpft nicht, weil ich nicht direkt das Kaklo kenne und ich sehe ihr an, dass sie traurig ist, weil sie meine Seele spürt. Die kleine Seele, die immer noch ängstlich in der Schlafbox darauf wartet, dass sich die Zeit zurück dreht und sie wieder dort sein kann, wo sie immer gelebt hat. Denn wie soll ich verstehen, dass es mir hier besser geht. Das mir geholfen wird und das alles nur gut gemeint ist? Ich kenne die Menschen nicht und ich kenne ihre Sprache nicht.
Ob ich in meiner Geschichte einmal draußen geboren und mein ganzes Leben so verbracht habe, kann ich nicht sagen. Aber meine Pflegemami geht in diese Richtung, weil ich nichts kenne, außer futtern. Wie alt ich bin, weiß auch noch keiner. Ja, noch nicht einmal, ob ich ein Mädel, oder ein Junge bin. Ich bin hier einfach nur der Dicke und das ist sogar lieb gemeint, denn ich bin wirklich nicht "Germany`s Cat Model". Als Mädel könnte ich natürlich hoch trächtig sein. Als Kater gut genährt. Bis sie weiß, was nun ist, wird es noch eine Zeit dauern, denn ich traue ihr noch nicht so richtig. Sie ist ein Mensch und mit diesen habe ich eben keine Erfahrung. Kann sie nicht einschätzen, kann ihnen nicht vertrauen. Warum auch? Bis mich eine Tierliebe Dame versorgte, habe ich mich selber durch geschlagen. Ja, und nun bin ich in Winzlinghausen und möchte Euch einmal etwas über uns Straßenkatzen erzählen. Denn wir werden immer noch falsch gesehen. Werden als Problem, als Nummern angesehen. Als Problem, weil wir nicht ins Bild einer perfekten Welt passen und als Nummer, weil im Tierschutz immer geschrieben wird, "wir haben so uns so viel Katzen/Kater kastriert". Vielleicht bin ich ja schon ein kastrierter Tierschutzkater, wer weiß. Dann habe ich ja einen Namen. Vielleicht Nr. 161, oder so. Es gab ja auch mal den Film, "Nr. 5 lebt". So fühlen wir Straßenkatzen uns auch. Eine Nummer unter Vielen. Nach der Kastration wieder zurück auf die Straße und vergessen, denn unser Leben geht draußen weiter. Wer möchte schon ein Wildi im Haus.
Aber wir haben genauso Gefühle wie die Menschen. Haben Angst, spüren Schmerzen, haben Hunger und Durst und können uns freuen. Nur eben können wir dies nicht bei den Menschen, wenn wir gefangen werden, weil die Angst überwiegt und wir uns in der Hoffnung verstecken, bald wieder das zu haben, was wir kennen. Egal, welche Gefahren auf uns warten, wir kennen es ja nicht anders.
Ich hätte gerne einen Namen und darum heiße ich, bis man weiß, was ich bin, Schatzi. Und diesen Namen höre ich ganz oft von meiner Pflegemami. Wenn sie mich morgens, mittags, oder Abends begrüßt. Oder wenn sie einfach nur bei mir sitzt und mir so viele Sachen erzählt. Der Name Schatzi fällt sehr oft und eines Tages werde ich wissen, dass es mein Name ist. Vielleicht werde ich mich ihr dann öffnen, oder immer scheu bleiben. Was die Zukunft bringt, kann keiner sagen. Aber was ich sagen kann, sie gibt nicht auf. Auch wenn heute der 3. Tag ist, wo sie mich nicht sieht. Sie sagt, Emil und Elsa hat sie 5 Monate nicht gesehen und Pino ist auch nach 9 Jahren noch wild. Darum lässt sie mir die Entscheidung, wie meine Zukunft aussehen wird. Und sie lässt mir die Zeit, alles in Ruhe kennen zu lernen und eine Entscheidung zu treffen. Heute kann ich natürlich noch nicht sagen, wie diese Entscheidung aussehen wird.
Das Herz meiner Pflegemami ist immer schwer, ich spüre das. Sie macht sich Sorgen um uns Wildis und kann nie abschalten. Immer wieder muss sie an uns denken. Sie hinterfragt, was sie noch für uns machen kann, oder ob dies, oder das besser für uns wäre. Für sie sind wir keine Nummern, oder einfach mal so Foto für Fb, damit die Leute immer schön zum schauen kommen. Jeder von uns hat für sie ein Herz und eine Geschichte.
Bei mir sagt sie, Omi Flocke hat mich geschickt. Es war für sie zu ruhig in Winzlinghausen und damit meine Pflegemami sich nicht langweilt, hat Omi ihr etwas Leben ins Haus geschickt. Dabei lächelt sie und sagt, es tut gut, Omi wieder Zuhause zu haben. Und es tut gut, dass sie wieder für die Näschen da ist, die eine besondere Seele haben.
Ja, diese besondere Seele bin ich auch und irgendwann werde ich mich auch meiner Pflegemami öffnen. Dauert etwas. Vielleicht Tage, vielleicht Woche, oder Monate. Aber ich spüre, dass es nicht verkehrt sein wird, denn sie lässt mir die Zeit, in Ruhe anzukommen und alles kennen zu lernen. Und dann werde ich sie Emil beschmusen, beschmusen und noch mehr beschmusen. Ich muss nur wissen, dass sie es ernst mit mir meint und mich auch als Wildi erst einmal die Ruhe lässt, die ich brauche. Denn ich bin ja kein Abgabetier, oder verloren gegangenes/ausgesetztes Fundtier, die Menschen schon kennen und sich nicht aus Angst verstecken.
Klar, heißt meine Pflegemami mich auf der Katzenseite willkommen. Genauso, wie sie es bei jedem neuen Familienmitglied macht. Aber sie ist dann auch jedes mal traurig, denn sie sieht, wie sich die Zeiten geändert haben. Was früher mit Herz begrüßt wurde, ist heute nur noch ein "gefällt mir" Klick wert. Doch sie sagt, ich begrüße Euch weiter, denn Ihr seid mehr wert, als nur ein "Süß", oder ein "gefällt mir". Ihr seid Lebewesen, mit einem Herzen und einer Seele und es ist mir eine Ehre, eine Zeit Euren Weg begleiten zu dürfen. Und diesen Weg begleitet sie nun seit drei Tagen intensiv mit mir. Lernt, schaut und geht den Weg so, dass ich keine Angst haben muss. Ja, und bis ich mich ihr öffne, bleibe ich eben ihr Schatzi. Innerlich wünsche ich mir, dass wir Straßenkatzen kein Problem, oder eine Nummer mehr sind. Auch wenn wir Angst vor den Menschen haben, heißt es doch nicht, dass wir nur eine Sache sind, die man eben mal macht. Wir sind Lebewesen und vielleicht haben/hatten wir sogar mal Namen. Keiner wird es je sagen können. Darum habt uns doch einfach so lieb, wie wir sind und helft uns, dass wir nicht mehr jeden Tag um unser Leben auf den Straßen kämpfen müssen. Gebt uns nicht auf. Kastration ist nicht für uns das Überleben. Kastration heißt nur, dass wir uns nicht mehr vermehren können. Leider hilft uns eine Kastration aber nicht bei Krankheit, Verletzungen, bei schlechten Menschen, die uns Übles wollen und gegen Autos, die unser größter Feind sind.

Liebe Grüße, Euer/Eure Schatzi


März 2019


22. März 2019

Seit gestern ist der Himmel glücklich und schickt uns seine schönsten Sonnenstrahlen, denn nun hat er einen neuen Engel bei sich, die sich mit Marie und Trudy liebevoll um die Winzis kümmern wird, die nicht auf Erden bleiben durften.
Seit gestern ist der Himmel in Winzlinghausen grau, denn mein Herz wurde zerrissen, weil ich unsere Omi Flocke gehen lassen musste. 😢
Unsere Omi Flocke, unser kleines Kämpferherz, die mir so eine liebe Herzensfreundin in den Jahren wurde, hat mir gestern gezeigt, dass nun ihr kleines Herz keine Kraft mehr hat. Tagelang habe ich noch mit ihr gekämpft, aber das Alter hat nun seinen Tribut gefordert. Ihren 19. Geburtstag feiert sie nun im Himmel mit den anderen Katzen, die dort schon auf sie warten und sie in ihre warmen Pfoten nehmen. In Gedanken und im Herzen werden wir mit ihr feiern, denn für uns wird sie immer lebendig bleiben. Unsere Omi Flocke, die vier Jahre unser Leben bereichert hat.
Als unsere Omi damals über das Tierheim zu uns kam, hatte ich schon einen riesen Respekt vor ihr. Sie ließ keinen an sich ran, weder Mensch noch Tier. Direkt auf Angriff zeigte sie Jeden, dass sie keinen um sich wollte. Ein halbes Jahr habe ich Tag für Tag bei ihr gesessen, habe mich kratzen und beißen lassen und ihr immer wieder in kleinen Schritten gezeigt, dass ich sie trotz allem liebe. Wir lernten uns zu akzeptieren und sie lernte von mir kleine Rituale, damit ich sie füttern und bei ihr sauber machen konnte. Omi war so klug und weise, so liebevoll und aufmerksam, dass wir Beide voneinander lernen konnten. Und dann kam der Tag, wo ich sie das erste Mal streicheln durfte. Hatte gar nicht damit gerechnet, aber plötzlich steht sie vor mir und drückt ihr Köpfchen in meine Hand. Der schönste Moment in meinem Leben, weil ich niemals damit gerechnet hatte, jemals Omi streicheln zu dürfen.
Unsere Omi war ja taub und oft hat sie so laut gerufen, dass selbst unsere Nachbarschaft noch etwas von ihrer Stimme hatte. Dies brachte mir am Anfang oft die Frage ein, was ich denn mit dieser Katze machen würde, weil sie so laut schreit. Doch nach einer Zeit wußten ja alle, dass es unsere Omi war, die sich ja selber nicht hören konnte und nicht wußte, welche Lautstärke sie produzieren konnte.
Sie war sehr eigen. Was sie heute futtern wollte, muss sie nicht unbedingt morgen wollen. Ich glaube, in den vier Jahren hat sie sämtliche Futtersorten für Katzen kennen gelernt. Aber sie hatte auch ihre Lieblingsmarken dabei, worauf sie immer wieder zurück kam. Und sie war ein kleiner Schmuddel beim Futtern. Das hat sie sich in den Jahren nie abgewöhnt.
Aber egal, hätte uns das Schicksal noch weitere Jahre geschenkt, hätte ich alles genauso weiter gemacht. Denn ich war ihr größter Fan und sie war mir so wichtig, dass nun mein Herz zerreißt vor Schmerzen. Ich weiß einfach nicht, wie es weiter gehen soll, ohne unsere Omi. Sie fehlt mir so wahnsinnig. Sehe immer noch ihre wunderschönen Augen, spüre das weiche Fell in meinen Händen und höre ihre Stimme nach mir rufen. Ich weiß einfach noch nicht, wie es ohne unser Urgestein weiter gehen soll.
Es ist schlimm, wenn es plötzlich so schnell geht und man nichts tun kann, außer die Entscheidung zu treffen, dass ein Tier nicht leiden muss. Es ist so schlimm, stark zu sein und bei ihr zu bleiben, bis sie ihren letzten Atemzug gemacht hat und dann nach Hause zu kommen, mit dem Wissen, ab heute ist nichts mehr wie es war. Nun hat Limpi auch seine alte Freundin Omi verloren und ich meine liebste Freundin, bei der ich immer so ruhig abschalten konnte. Bin nur am weinen, sie fehlt so wahnsinnig. 😢
Heute fahren wir noch einen gemeinsamen Weg, denn sie wird, wie meine anderen Freunde auch, in einer schönen Urne wieder zu uns nach Hause kommen. In ihr Zuhause, wo sie mit uns gemeinsam viele Jahre verbracht hat. Ihre kleine Seele ist noch einen Moment bei uns. Nimmt Abschied von Limpi und Charly und von mir. Und dann wird sie in den Himmel mit dem schönsten Sonnenstrahl ziehen, wo sie dann den Kleinsten helfen kann, so wundervolle Katzen zu werden, wie sie eine ist. Und sie wird Menschen und Katzen zurück lassen, deren Herz weint, wir sie alle so lieben.

Liebe Omi, verzeihe, was zu verzeihen ist und vergesse, was nie gut für Dich war. Aber bitte vergiß uns nicht ganz und schicke uns ab und an einen lieben Gruß von Deinem Stern. Wir hatten ja nur vier Jahre, aber die vier Jahre mit Dir werden wir nie vergessen, weil wir Dich immer lieben werden.

 


Mit großer Freunde dürfen wir Euch mitteilen, dass nun auch Elsa und Emil ein liebevolles Zuhause gefunden haben, wo sie sogar zusammen bleiben dürfen. :-)


Februar 2019

 

Seit dem 15.02.2019 hat nun auch unser Eric sein liebevolles und verantwortungsvolles Zuhause gefunden und darf in zwei Wochen zu einer süßen Kumpelin ( unserer Bina ) ziehen. Er hilft ihr nun, über den Verlust von Janis hinweg zu kommen.


08.Februar.2019

Lieber Janis

Es gibt Momente im Leben,
da steht die Welt für einen Augenblick still,
und wenn sie sich dann weiterdreht,
ist nichts mehr wie es war.

Gestern blieb für uns die Welt plötzlich stehen, denn da mussten wir erfahren, dass Dein liebevolles Herz aufgehört hat zu schlagen. Für einen Moment nahm es uns die Luft zum Atmen und man wollte einfach nur noch die Zeit zurück drehen, weil man das Unfassbare nicht hören und nicht glauben wollte.
Aber leider schreibt das Schicksalsbuch für alle unsere Herzen die Seiten und in Deinem Buch gab es plötzlich keine Seite mehr, die das Schicksal beschriften konnte. Dann kommt die Erinnerung an Zeiten, wo Du noch klein und glücklich warst. Wie man Dich und Deinen Bruder Jim-Bob aufgezogen hat. Wie man mit Dir gelacht hat und wie die Tränen vor Freude, aber auch vor Trauer flossen, als Du nach Jahren Dein eigenes Glück gefunden hattest. An die schönen Bilder, die dann von Deinem neuen Zuhause kamen und die Treffen beim Tierarzt. Denn, wie Felix auch, warst Du Dauergast wegen Deiner Krankheit bei ihm. Doch niemals konnte man sich bis gestern vorstellen, dass es diesen einen Moment geben wird. Der Moment, indem man angerufen wird und gesagt bekommt, Dein kleines Herz hat aufgehört zu schlagen. Ich glaube, man möchte einfach niemals diesen Moment und daher bleibt Ihr für immer jung in unseren Herzen und in unseren Gedanken.
Doch nun ist dieser Moment gekommen. Ich bin gestern mit Tränen eingeschlafen und heute mit ihnen wieder aufgewacht. Denn Du warst ja so viel mehr, als nur ein Winzling. Du und Dein Bruder ward mit Felix die ersten Tierschutzkatzen, die später dann unser Winzlinghausen geprägt haben. Du warst das erste Flaschenkind von Papa Bär, der mit Stolz aufgezogen hat und in dessen Herzen Du immer einen tiefen Platz haben wirst.
Du warst der beste Freund von Limpi und Urmeli, die wie wir auch, sehr um Dich trauern. Denn sie spüren, dass Du jetzt ein wunderschöner Engel geworden bist.
Die Menschen sagen immer, "nun muss er sich nicht mehr quälen". Aber ehrlich, das ist kein Trost, wenn man eine Seele verliert, die so tief im Herzen war. Man möchte nur die Zeit wieder haben, wo die lustigen und schönen Nachrichten kamen. Man möchte Dich noch einmal als Baby aufwachsen sehen und man möchte einfach nicht diese Seite, die uns den Tod mitteilt, obwohl auch er zu unserem Leben gehört.

Lieber Janis, ganz Winzlinghausen trauert um Dich und niemals werden wir Dein liebes Gesicht und Dein weiches Herz vergessen. Du bist ein ganz besonderer Teil in unserem Leben gewesen und wirst auch über den Tod hinaus auch noch bleiben.
Wir möchten aber auch Deiner Familie sagen, wie leid es uns für sie tut. Wir fühlen, wie schwer es für sie ist und wie sehr sie um Dich trauern. Denn sie haben Dich über alle Maßen geliebt und werden es immer tun. Wir möchten ihnen Kraft schicken und sie sind in unseren Gedanken und Gebeten für Dich. Nun hast Du Bina zurück gelassen, die Dich auch sehr vermisst und erst nach und nach verstehen wird, dass Du nicht mehr nach Hause zu ihr kommst. Darum sei bitte ein wenig bei ihr und zeige ihr, sie ist trotzdem nicht alleine. Schicke Ihr und Deiner Familie jede Nacht den schönsten Stern, auf dem sie Dich spüren können, damit sie nicht so schlimm um Dich weinen müssen. Halte Deine neuen Flügel über sie, damit sie wissen, Du lässt sie nie alleine.

Lieber Janis, ich möchte meinen Nachruf an Dich mit einem Spruch beenden, der mehr sagt, als ich Dir jemals sagen könnte. Und ich hoffe, Du spürst unsere Liebe auf Deinem neuen Weg in eine wunderschöne Welt. In eine Welt, wo es keine Krankheiten und keinen Schmerz gibt. Wo es nur Liebe und kein Leid gibt. Und in eine Welt, wo Du alle Deine Freunde wiedersehen wirst, die Dich dort in ihre liebevollen Pfoten auffangen werden, damit Du keine Angst haben brauchst. Und hier unten wirst Du nie vergessen. Denn besondere Herzen leben weiter. In unseren Gedanken, in unseren herzen, in unseren Erinnerungen.

Immer wenn wir an Dich denken/von Dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
Unsere Herzen halten Dich gefangen,
so als wärst Du nie gegangen.
Was bleibt ist Liebe und Erinnerung.

In Liebe, Papa Bär, Fienchen, Elke, Limpi, Deinko, Felix, Pino, Max, Shakira, Eric, Charly, Omi Flocke, Denise, Elsa und Emil

 


Unsere letzten zwei Herzen, Elsa und Emil suchen noch ein liebes Zuhause

Beide Kitten sind vom Mai 2018, geimpft, gechipt und kastriert. 


07.Februar.2019

Auch 2019 möchten wir wieder mit einem Osterprojekt den Winzlinghausener helfen. Bis Ende April können wir zwar leider aus gesundheitlichen Gründen keine Katzen/Babys aufnehmen, aber danach soll Winzlinghausen-Heim der Herzen doch wieder als Hilfe stehen. Darum versuchen wir im Vorfeld schon, die Tierarzt- und Futterkasse zu füllen. 

Für 2019 möchten wir nun virtuelle Ostereier verkaufen. Dazu gibt es einen separaten Link auf unserer Webseite, auf dem alles erklärt wird. Zusätzlich setzen wir uns einen kleinen Wunschzettel ein, auf dem wir zeigen, was unsere kleinen und großen Winzlinghausener immer dringend brauchen. 

Leider bekommen wir auch 2019, wie in den Jahren zuvor, keine Unterstützung aus unserer Region/von unserer Kommune und müssen immer alles privat und mit lieben Freunden/Engeln stemmen. Daher würde wir uns wahnsinnig freuen, wenn Einige unserem Osterprojekt unterstützen könnten, damit wir wieder die Versorgung von den Katzen/Babys übernehmen können, die durch das Raster im Tierschutz fallen. 

Vorab schon einmal ganz lieb danke, dass Ihr Euch die Zeit nehmt und unseren Link einmal in Ruhe durch lest. Liebe Grüße, Elke und die Winzlinghausener

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Dann möchte ich Euch diesen Monat von einigen Veränderungen berichten, die ich vorhabe. Im letzten Jahr ist mir immer mehr aufgefallen, dass alte Katzen nur noch kastriert und dann wieder auf die Straße gesetzt werden. Kann das verstehen. Sie sind als Wildis nicht vermittelbar und verursachen natürlich, wenn sie aufgenommen werden, bis zu ihrem Tod Kosten, die ja gestemmt werden müssen. Im Gegensatz dazu finden sich immer mehr Hilfen für Katzenbabys in Heinsberg. Darum werde ich 2020, wenn Gott will, unser Winzlinghausen-Heim der Herzen, erweitern und ihm ein kleines Hospitz anschließen. Da der Umbau aber Zeit und Geld kostet, habe ich mir als Ziel 2020 gesetzt. Wir werden die Aufnahme unserer Babys dezimieren, damit wir für die Wildis Platz haben, die im Grunde viel zu alt und krank für die Straße sind. Sie haben schon viel zu lange auf der Straße gelebt und sollten wenigstens im Alter einen sicheren und warmen Platz haben, an dem sie versorgt werden, aber nichts von ihnen gefordert wird. Unsere Vorreiter sind Miekesch, Marie und Omi-Flocke. In ihren Augen ihre Geschichten zu lesen, haben mich in eine Welt entführt, die mich zu einem großen Fan für sie gemacht hat. Und da wir durch den Tierschutz genug Hilfen für die Babys haben, möchte ich den Platz, den wir schaffen können, den Senioren geben. Denn auch sie haben es verdient, geachtet und gesehen zu werden. Meine Liebe haben sie schon.

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Anfang 2019 durften wieder einige unserer Babys in ihr Glück ziehen. Das wir es ihnen ermöglichen konnten, verdanken wir ganz lieben Engeln, die mit einer Patenschaft den Herzen geholfen haben. Darum sagen Noemi, Pretty und Obelix ganz lieb danke an ihre Paten und ihren Familien, die ihnen eine Chance auf ihr Glück gegeben haben. 


23. Januar 2019 - Wichtig!!!

2019 kann Winzlinghausen keine Babys mehr aufnehmen. Wir müssen den Babys gerecht werden, die 2018 bei uns bleiben mussten, weil die Leute sie nicht perfekt fanden. Und wir haben ja auch noch unsere Dauerpflegis, wo wir für Einige von ihnen schon zum Hospitz geworden sind. Dann haben wir ja auch die Auflage, nur eine bestimmte Zahl Katzen aufnehmen zu dürfen und wir haben keinerlei Hilfe mehr aus unserer Region. So leid es mir tut, aber ich möchte keine Schulden beim Tierarzt machen müssen, oder finanziell so am Ende sein, dass ich am Monatsende nicht mehr weiß, wie ich das Futter, oder den Tierarzt bezahlt bekomme. Ich möchte auch nicht wie ein Messie, die Katzen bei uns auf wenig Platz zusammen stopfen, nur um sagen zu können, ich "rette" Katzen. Ein fairer Katzenschutz muss auch objektiv bleiben und da muss ich leider nun die Notbremse ziehen und es so sagen. Mit unseren Aktionen können wir mit einem ruhigen Gefühl den Katzen und Babys helfen, die alt und krank bei uns sind, sodass sie ein gut versorgtes Leben führen dürfen. Natürlich kann auch ich mal ein Notnäschen dazu setzen. Aber mit 80 bis mehr Babys geht es 2019 auf keinen Fall. Ich hoffe, Ihr versteht das. Wer es nicht versteht, kann gerne einmal bei uns vorbei kommen und sich ansehen, wer bei uns Hilfe braucht und warum ich heute so streng rüber komme. Ich ziehe nicht die Notbremse, weil ich müde, krank, oder kaputt bin. Nein, ich ziehe die Notbremse, weil ich trotz meiner Liebe zu den Katzen, auch ein realistischer Mensch bin und da mein Mann und ich Winzlinghausen privat führen, muss ich jetzt so schreiben. Daher möchte ich auch das Tierheim, die Gnadenhöfe, die TSV und Tierärzte bitten, uns in diesem Jahr nicht mehr ihre Notfälle zu schicken. Wir möchten nicht schließen müssen, weil wir am Ende sind. Wir möchten Winzlinghausen den Katzen erhalten und sobald wir wieder ein gesundes Polster haben, auch wieder helfen, wo Hilfe benötigt wird. Aber jetzt geht es leider nicht. Wir werden in ein Loch gesteckt, weil wir unserer Kommune zufolge, zu wenig Arbeit leisten. Und da müssen wir uns nun erst einmal raus arbeiten. Wir werden Winzlinghausen niemals aufgeben, aber wir können nicht zaubern. Es muss noch so viel gemacht werden und es muss auch gewährleistet sein, dass wir jede Woche die 120,- Euro Futter- und Streukosten haben. Von den Entsorgungs- und Nebenkosten rede ich jetzt mal nicht. Darum vertrauen wir 2019 ganz auf den Tierschutz und arbeiten in Winzlinghausen kräftig daran, dass wir uns ein gesundes Polster aufbauen können, um dann auch wieder helfen zu dürfen. Vielen Dank für Euer Verständnis und liebe Grüße, Euer Team Winzlinghausen


ACHTUNG !!!

 

Wir haben eine neue Rufnummer die wir hier mitteilen wollen:

 

Sie lautet: 01575-206 79 20

 

Sollten wir nicht gleich ans Telefon gehen können kann unter der gleichen Nummer eine What's app geschrieben werden.

Nur am Donnerstag bitten wir unter der Festnetznummer vom Anschluß Viola eine Nachricht zu hinterlassen, da wir Donnerstag nicht erreichbar sind.

Diese ist 04607 - 246 00 08

Nicht über die Vorwahl wundern bitte, es ist weit weg aber trotzdem zuständig.

In akuten Notfällen, aber nur bei akuten Notfällen, könnt Ihr unsere Notfallnummer = 0177/6292192 = anrufen. Diese ist aber nicht für Fragen zur Katzenvermittlung, oder bei Problemen zuständig. Sie muss immer frei bleiben, da über sie die Notrufe und Einsätze für Notkatzen laufen.

 Euer Team Winzlinghausen