Und wieder ist ein Jahr Winzlinghausen vorbei. 2019 war ein emotional und körperlich hartes Jahr für unser Team. Es gab so viele Notbabys wie nie und noch heute betreuen wir 8 Kitten von 2019 bei uns, die kein Zuhause gefunden haben. Wir können nur hoffen, dass 2020 nicht wieder so heftig wird und wir nicht mehr so mit Straßenbabys überflutet werden. Und natürlich hoffen wir, dass auch 2020 nicht so viele arme Seelchen über die RBB gehen müssen, weil sie geboren werden, um zu sterben. Auf unserer Webseite versuchen wir immer, Euch so aktuell wie möglich zu halten. Manches können wir schnell berichten, aber es wird auch Zeiten geben, wo wir mit Arbeit so ausgelastet sind, dass unsere Berichte etwas später kommen. Vielen Dank für Euer Verständnis und wir wünschen Euch alles Liebe für 2020. Euer Team Winzlinghausen.


Aktuelles 2020


Mai 2020

06.05.2020

Hier wieder einmal ein paar neue Infos zu unserem kleinen Winzlinghausen.

Im April konnten Tipsi, Tinker Bell, Tapsi und Toni, unsere vier Wildis, nun auch in ihr eigenes Glück ziehen. Wir wünschen unseren Süßen von Herzen alles, alles Liebe und Gute in ihren neuen Familien. 

Leider habe ich eine Gürtelrose am Kopf bekommen, was wahrscheinlich durch den Stress und die Op hervor gerufen wurde. Sie klingt aber jetzt langsam ab und ich hoffe, in zwei Wochen darüber dann lachen zu dürfen. 

Nach acht langen Wochen darf nun auch mein Mann, unser Papa Bär, nun auch endlich wieder nach Hause. Es wird zwar noch ein langer Weg, bis er wieder gesund ist, aber gemeinsam ist uns kein Weg zu weit, oder zu schwer. 

Diese Woche darf nun auch unser süßer Picolino, unser letztes 2019 Baby, in sein großes Glück ziehen. Nun haben wir kein Winzling mehr von 2019, der ein Zuhause sucht. 

Es läuft zurzeit für den Monat Mai relativ ruhig und ich hoffe, dass es auch auch so bleibt. Denn auch wir wurden von der Corona Krise nicht verschont und müssen sehr hart rechnen.

Dann habe ich aber noch eine Mitteilung zu machen, die mich fassungslos gemacht hat und uns nach einer langen Diskussion zu der Entscheidung gebracht hat, künftig erst einmal nicht mehr im Kreis Heinsberg zu helfen. Denn wir möchten uns nicht mit dem neusten Trend der so genannten "Katzenpolizei" identifizieren müssen. Seit einiger Zeit gibt es eine neue Gruppe in Heinsberg, die auch schon einmal 2019 für mächtig Unruhe gesorgt hat. Zum Glück hielt diese Gruppe eines Märchenerzählers nicht solange, weil er, als er kritisch hinterfragt wurde, sofort in die Versenkung verschwunden ist. Nun ist er wieder wie Phönix aus der Asche auferstanden und das schlimmer als im Vorjahr. In kürzester Zeit hat er die Leute wieder zu schlimmen Hass- und Hetzkommentaren verleitet, die er mit sienen selbstgestrickten Geschichten mächtig fördert. Langsam tendiert Heinsberg daher in Richtung Jeder gegen Jeden, in Jedem, der nur ein Auge auf eine Katze wirft, wird ein potentieller Mörder gesehen und manchmal kann man schon bei dieser Gemeinschaft Angst bekommen. Wenn man nun ein Streunerle helfen möchte, muss man Angst haben, dass man sofort angegriffen wird, weil er ja den Hass in Heinsberg gerade mächtig schürrt. Das ist kein tragbarer Zustand mehr, vor allem, weil er keine seiner Geschichten belegen kann, aber die Leute natürlich blutrünstige Geschichten lieben und drauf abfahren. Dabei ist er ein kleiner "Münchhausen" und wenn man ihn kritisiert, wird er sofort aggro, wie eigentlich eh in seiner Art. So etwas darf niemals Tierschutz sein. Denn, auch wenn es immer mal wieder Menschen gibt, die Tiere quälen, oder töten, sollte man nie die Hoffnung aus den Augen verlieren. Hetzjagden gegeneinander kann und darf nicht die Lösung sein. Darum haben wir, das Team Winzlinghausen, beschlossen, uns erst einmal aus der Heinsberger Hilfe zurück zu ziehen. Wir möchten weiterhin mit Herz und Transparenz den Katzen helfen. Möchten nicht auf Mörderjagd gehen und vor allem keinen Großkotz huldigen, der eh nur Geschichten erzählt, aber sonst nichts macht. Sorry für meine harten Worte, aber ich kann es nicht verstehen, dass man in Heinsberg so leichtgläubig ist. Wir mussten das doch schon 2019 durchmachen, wo er mit den Gefühlen der Katzenbesitzer gespielt und sie für seine Profilierungssucht ausgenutzt hat. Haben wir daraus nichts gelernt? Für diese Art Tierschutz sind wir nicht und distanzieren und aufs Schärfste davon. Klar bin ich zurzeit sein erklärter Feind, weil ich mich ihm entgegen stelle, aber für mich sollte Tierschutz nie in Tierschmutz ausarten. 

Natürlich helfen wir weiter kleinen Notnasen. Wir haben ja unsere tierheimähnliche Einrichtung, das Equipment und Wissen, aber helfen heißt ja nicht unbedingt Heinsberg. Es gibt so viele Notnasen, die Hilfe brauchen. Und da wir neutral sind, machen wir auch bei den Katzen keine Unterschiede. Sollte der "kleine Münchhausen" dann mal wieder in der Versenkung verschwinden, weil die Menschen merken, er bringt nur Hass und Hetze in einen guten Tierschutz, sind wir auch gerne wieder bereit, in Heinsberg zu helfen. Aber solange man diesem Lügenbaron die Stange hält, weil er sich als Katzenpolizei aufspielt, geht das leider nicht. Denn mit dieser Art werden gerade die Streuner leiden, da es ihm ja nur um private Katzen geht. Nur, wer kann dann noch, ohne angeprangert zu werden, den Streunern helfen? Das möchten wir uns erst gar nicht antun. Wir möchten unserer Linie treu bleiben und die heißt Hilfe für die Straßenkatzen. Ja, und wenn es in Heinsberg nicht mehr geht, hilft man eben woanders. Denn jedes Streunerle hat es verdient, dass ihm geholfen wird. 


Lottie/8 Monate - Mai 2020

Das ist unsere neue Mitbewohnerin Lottie. Sie kam als schneller Notfall zu uns, weil sie von ihren Besitzern eingeschläfert werden sollte. Mit Hilfe von zwei ganz lieben Frauen, die sich die weite Fahrt geteilt haben, konnten wir sie in Winzlinghausen aufnehmen und kümmern uns hjetzt um ihre Baustellen, damit aus dem kleinen Zausel Lotti eines Tages eine wudnerschöne Lottie wird. 

Lottie ist ein Paradebeispiel für den Billigmarkt Ebay. Angeschafft, weil man vielleicht sogar mal mit ihr "züchten" wollte und dann, als man merkte, die Tierarztkosten fressen einen auf, was manja nicht haben will bei einem Billigkauf, musste sie weg. Lottie hat eine Woche Zeit, ein Heim zu finden, ansonsten hätte ein Tierarzt sie eingeschläfert. Auch wenn Ihr jetzt sagt, das darf er gat, kann ich Euch sagen, es gibt genug Tierärzte, die das machen. Bekommt doch keiner raus. 

Wenn Lottie gesund und gepäppelt ist, wird sie bei uns kastriert, gechipt und geimpft. Danach suchen wir für diese absolut liebe Zuckermaus ein verantwortungsvolles Zuhause, welches Erfahrung mit diesen Katzen hat. Angeblich soll es eine BLK sein, aber andere meinen auch, es sei ein Perser. Mir ist es egal, für mich ist sie kleine Lottie. ;-)


Anna und ihre Babys - April 2020

Hier seht Ihr unsere absolut liebe und süße Anna mit ihren Babys, die sie am 03. April 2020 bei uns zur Welt gebracht hat. Sie kam als Notfall ( nicht aus Heinsberg ) zu uns, weil sie bei einer Tierfreundin immer wieder in die Falle ging und Hilfe suchte. Man nahm sie dann erst einmal auf, weil sie absolut dünn und schwach war. Trotz intensiver Suche nach einem Besitzer fand sich keiner und so kam Anna zu uns, um in Ruhe gepäppelt und ihre Babys bekommen zu dürfen.

Sie bekam dann 1 Zuckersüßes Mädel und drei süße Jungs. Allen Babys geht es geht und Ende April dürfen sie und ihre Mami ein Zuhause finden, um das Glück einer lieben Familie zu haben. Vor allem die liebevolle Mami Anna liegt uns sehr am Herzen. Vielleicht sieht sie ja ein menschliches Herz und sagt, "liebe Anna, bei uns bekommst Du ein liebevolles und sicheres Heim". Das wäre für sie ein ganz persönliches Wunder. 


März 2020 - wichtige Mitteilung

Leider müssen wir vom 11. März bis ....... unser kleines Winzlinghausen schließen, da unser Papa Bär schwer erkrankt im KH liegt und wir nicht wissen, wann er wieder nach Hause kommt. Außerdem habe ich Anfang April eine schwere Behandlung am Kopf, die dann auch erst einmal Ruhe von mir abverlangt. Der innerliche Betrieb läuft weiter, aber wir können keine Fahrten zurzeit gewährleisten, geschweige denn Notfälle aufnehmen.

Vielen Dank für Euer Verständnis und liebe Grüße, Euer Team Winzlinghausen. 


Februar 2020:

Unser geliebtes Urmeli ist am Sonntag, den 02.02.2020, von uns gegangen. Ihr kleines Herz hatte keine Kraft mehr. 😔
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Nur ein paar Tage

mein Name ist Urmeli und ich wurde im Mai 2014 geboren. An diesem Tag im Mai wurde ich das erste Mal geboren um zu sterben, denn ich wurde mit meinen Geschwistern direkt nach Geburt meiner Mami weggenommen und auf einen Misthaufen geworfen. Als wir gefunden wurden, lebten nur noch zwei von uns. Ein Geschwisterchen und ich. Während die Mädchen mein Geschwisterchen selber behielten, brachten sie mich nach Winzlinghausen, weil zwei frische Winzis waren ihnen zuviel. Dort wurde dann lange um mein kleines Leben gekämpft und ich hatte massive Darmprobleme. Ich konnte nicht selber abkoten, weil mein Darm zu müde war, wie meine Pflegemami immer sagte. Als ich drei Wochen alt war, kam eines Sonntags ein neues Winzis zu uns. Er wurde Sunday genannt und da er in meinem Alter war, kam er zu mir. Ich war sofort verliebt und konnte mir ein Leben ohne Sunday nicht mehr vorstellen. Wir spielten, tobten, futterten aus dem selben Schälchen und kuschelten viel zusammen. Doch leider meinte das Schicksal es nicht gut mit unserer Liebe und Sunday war eins der Winzis, die geboren wurden, um zu sterben. Uns blieben genau drei Wochen, dann war nichts mehr wie es vorher war und meine kleine Welt brach in sich zusammen. Denn dann ging Sunday morgens weg und kam nie wieder. Ich trauerte sehr um ihn, wollte nicht mehr futtern und auch nicht mehr spielen. Und wenn unser Pedro nicht gewesen, der sich liebevoll um mich gekümmert hat, wäre ich Sunday gefolgt. Er blieb die ganze Zeit bei mir, schnurrte mich in den Schlaf und brachte mich wieder dazu, die Trauer ein wenig zu vergessen. Aber ganz vergessen habe ich meine große Liebe nie und meine Augen haben seitdem nur noch Trauer im Blick.
Ja, und jetzt kommt langsam der Tag, an dem ich blad meine große Liebe wiedersehen werde, denn nun muss ich sagen, ich bin geboren, um zu sterben. Zu sterben mit sechs Jahren, ohne Hoffnung, dass man mir noch helfen kann. Wie lange ich noch in Winzlinghausen bleiben darf, kann keiner sagen. Ein paar Tage, oder ein paar Stunden, das kann nun sehr schnell geghen, wo unsere Pflegemami eine Entscheidung treffen muss. Eine Entscheidung, die ihr sehr schwer fällt, denn ich bin ihre Seelenkatze, ihr kleines Herzblatt. So viele Monate hat sie um mich gekämpft, immer wieder Rückschläge erlitten, aber nie bei mir die Hoffnung verloren, dass ich eines Tages eine gesunde Katze sein darf. Fünfeinhalb Jahre war ich dann gesund und glücklich. Ich hatte meine Freunde und durfte das Leben genießen. Und dann wurde ich krank, musste mich immer wieder übergeben und wollte so gar nicht mehr futtern. Darum musste ich Blut abgeben und bekam einen Ultraschall, mit dieser schlimmen Diagnose:

"hiermit sende ich Ihnen die Bilder der Untersuchung vom 29.01.2020 der Katze Urmeli.
Bei der Untersuchung konnte neben einer deutlichen Flüssigkeitsansammlung im Bauch der Katze (sog. Aszites) auch zahlreiche Umfangsvehrmehrungen / Tumore im gesamten Bauchraum festgestellt werden. Die tumorösen Veränderungen betreffen den gesamten Magen/Darm Trakt der Katze, auch die Leber war strukturell deutlich verändert.
Es ist insgesamt von einer sehr schlechten Prognose und einer kurzen Überlebenszeit auszugehen. Eine palliative Behandlung in Form einer Cortison Injektion wurde gestartet. Bei einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens der Katze ist dringend zu einer Euthanasie der Katze geraten worden."

Ja, und nun genieße ich meine letzte Zeit in Winzlinghausen. Schmuse mit meiner Pflegemami jede freie Minute, bekomme die leckersten Sachen, die man sich vorstellen kann, denn was kann man noch beim Futter verkehrt machen. Und auch Tante Conny hat mich am Freitag besucht und ganz viel mit mir geschmust. Mein bester Freund Limpi war auch schon bei mir, aber ich brauche viel Ruhe. Ich habe nicht mehr die Kraft, lange zu stehen. Darum darf er immer nur kurze Zeit dabei sein, um mich nicht so aufzuregen (im freudigen Sinn). Schmerzen habe ich keine mehr und futtern geht auch wieder gut. Ich gehe auch noch aufs Kaklo und wenn meine Pflegemami kommt, gehe ich ihr schon entgegen und unterhalte mich mit mir. Sie liest mir die Karten von Marie und Omi Flocke vor, denn sie sagt, die beiden herzen geben mir Kraft und nehmen mir die Angst. Ich bin ja auch in ihrem Zimmer, wo sie einst gelebt haben. Ich darf nun in Ruhe die Zeit genießen, die mir das Schicksal lässt. Ich weiß aber auch, dass bald der Tag kommt, wo meine Pflegemami sagt, "liebes Urmeli, nun gehen wir Beide Deinen letzten Weg gemeinsam", denn sie möchte nicht, dass ich mich einmal quälen muss. Ein wenig Angst habe ich schon und das spürt sie. Ich drücke mein Köpfchen immer ganz feste an sie, wenn sie mit mir spricht und ich hoffe, dass der letzte Weg nicht weh tut, oder ich viel Angst haben werde. Ich weiß aber auch, wie schwer es meiner Pflegemami fällt, denn sie liebt mich so unsagbar, dass sie viel weint, wenn sie aus dem Zimmer geht. Sie denkt, ich merke das nicht, aber ich spüre ihre Trauer. Wenn man, wie wir Beide, vom ersten Tag meines kleinen Lebens an, immer zusammen waren, dann fällt es nicht leicht, Lebe wohl zu sagen. Dann weint das Herz und man kann kaum atmen. Die Tränen laufen immer und immer wieder und man denkt, das ist alles nur ein Albtraum, aus dem man bald wieder erwacht. Doch leider ist das die Wirklichkeit und nun sehe ich jeden Tag als Geschenk. Als ein Geschenk der unendlichen Liebe zwischen meiner Pflegemami zu mir. Ich kam vor sechs Jahren in ihre Hände, um zu leben und wenn ich nun gehen muss, weiß ich, dass sie mich auch ganz feste in ihren Händen hält, damit ich nicht alleine bin. Denn eine so große Liebe stirbt nicht mit dem Tod, sie ist unendlich.
Ich weiß, Ihr denkt jetzt, warum erzählt sie uns diese Geschichte und manche haben durch die Länge bestimmt schon aufgehört zu lesen. Aber meine Geschichte, auch wenn sie nur die einer Katze ist, wurde vom Schicksal geschrieben. Denn mein Schicksalsbuch begann in Winzlinghausen und wird hier auch meine letzte Seite schreiben. Ich hoffe, dass ich nicht so schnell vergessen werde, denn ich wurde ein Teil von Winzlinghausen. Meine Geschichte ist wie ein Baustein zu einer liebevollen Heimat von vielen kleinen Wildlingen, die alle keine Geschichten hätten, die auch zu Bausteinen wurden/werden. Darum möchte ich Euch bitten, gebt diese kleinen Wildlinge nicht auf und lasst sie nicht im Stich. Helft bitte, ihnen zu helfen, so wie mir vor sechs Jahren geholfen wurde. Durch wunderbare Engel habe ich sechs wunderschöne Jahre erleben dürfen. Ich wünsche mir von Herzen, dass dies auch noch viele andere kleine Winzis erleben dürfen. Dafür bete ich und diesen Wunsch nehme ich auch mit in den Himmel, wenn die Engel mich holen kommen. Und ich hoffe, dass, wenn ich dann von meinem Stern auf die Erde schaue, dass Winzlinghausen immer noch in seinem warmen Licht erstrahlt.
Ich sage noch nicht Lebe wohl, denn ich hoffe noch auf einen neuen Tag/ ein neues Geschenk. Aber ich sage tschüss und wünsche Euch einen schönen Sonntag. In Liebe, Euer kleines Urmeli
PS. Vielleicht mag der Eine, oder Andere mir ja ein paar liebe Worte schenken, die ich dann im herzen mit auf meine letzte Reise nehmen darf. Lieben Dank dafür.

 


Februar 2020:

Hallo, wir sind Tipsi, Tapsi, Tinker Bell, Toni und Picolino und wir sind sozusagen der Rest der Babys in Winzlinghausen, weil wir kein Zuhause gefunden haben. Die vier T`s sind noch sehr scheu und lassen sich nicht anfassen. Sie wurden übers OA und Bauamt eingefangen und von Winzlinghausen übernommen. Ich, Picolino stamme aus einem Kastrationsprojekt vom Tierschutz und wurde mit drei Monaten kastriert. Danach kam ich absolut verschüchtert nach Winzlinghausen. Durch die Kastration wurde mir meine Kindheit und der Geruch genommen, dadurch wollten die anderen Kitten mit mir nicht spielen und haben mich nur angegriffen. Ich kam dann zu Papa Limpi, weil ich Angst vor dem alleine sein hatte. Bei ihm und Charly fühle ich mich wohl. Sie sind lieb zu mir und zeigen mir, dass ich nicht mehr so viel Angst haben muss. Trotzdem bin ich ein vorsichtiger, kleiner Junge, der sich schnell versteckt, wenn Menschen kommen. Das Fangen ist ja nicht immer so einfach für uns Babys und manche sind eben Sensibelchen, wie ich, und können das nicht so weg stecken. Sie brauchen dann eine Zeit, um das Erlebte zu vergessen. Wenn es Futter gibt, bin ich aber da und schmuse mit allen um die Wette. Ich kämpfe immer noch gegen gelegentliche Dürchfälle, weil wir Babys ja draußen nicht immer die optimale Ernährung bekommen, wenn wir gefüttert werden. Aber meine Pflegemami ist auf dem richtigen Weg und meine Durchfälle werden immer weniger. In absehbarer Zeit könnte ich daher auch in eine liebe Familie umziehen. Es sei denn, man möchte mich überhaubt. 

Tipsi, Tapsi, Tinker Bell und Toni sind leider immer noch sehr scheu. Sie lassen zwar zu, dass man bei ihnen sauber macht und sie füttert, aber anfassen geht leider immer noch nicht. Ihr Trauma beim einfangen war einfach zu groß und sie waren ja auch schon über 16 Wochen alt, als sie gefangen wurden. Sie tun uns allen leid, denn es sind wunderbare Tiere, die nun kastriert, gekennzeichnet und gesund, in einem Gehege leben müssen, weil wir keinen Gnadenhofplatz für sie gefunden haben. Sie sind so liebenswert und wunderschön, es ist so traurig, dass die Menschen heute so wählerisch geworden sind. Denn eins ist sicher, in einer geduldigen Familie würden auch sie eines Tages zu großen Schmusern werden. Leider sind sie aber keine Winzis mehr und haben auch nicht die Modefarbe, oder Felllänge, die die Menschen immer so toll finden und haben wollen. Daher wird es wohl ihr Los sein, ihr junges Leben in einem Gehege zu verbringen. Aber unsere Pflegemami sucht weiter für sie und gibt nicht auf. Denn das Wort aufgeben kommt für sie bei uns nicht in Frage. 


Februar 2020:

Hallo zusammen, mein Name ist Susi und ich warte schon so lange mit meinen beiden Brüdern, Stanley und Strolchi, auf ein liebes Zuhause. Aber leider sieht uns keiner, warum auch immer. 😔
Geboren wurden wir am 31. August 2019 als Straßenkatzen und jeder Tag war auch ein Überlebenstag, denn wir waren alle richtig dolle krank. Ende September konnten wir mit unserer Mami in Winzlinghausen einziehen, da unsere Pflegemami dann aus dem KH zurück war. Meine Brüder, Strolchi und Sammy durften schon eher einziehen, da Strolchi keine zwei Tage länger draußen überlebt hätte. Das er überhaupt gesehen wurde, verdankt er den lieben Freunden, Kathrin und Eva. Sie haben sich bereit erklärt, uns draußen zu betreuen und konnten so noch rechtzeitig mit unserer Pflegemami eingreifen. So durfte auch Strolchi leben.
Mittlerweile ist unsere Mami kastriert und gekennzeichnet und wird liebevoll betreut. Sammy, Star Lady und Sir Batman haben ein liebes Zuhause gefunden und nur wir Drei warten noch auf liebe Menschen. Aber wahrscheinlich sind wir mittlerweile zu alt geworden. 😔
Wir sind kastriert, entwurmt, getestet, gechipt und geimpft. Wir sind sehr lieb, wobei Stanley und Strolchi auch absolut schmusig sind. Ich brauche eine Weile, weil mir Menschen noch Angst machen. Mit meiner Pflegemami schmuse ich aber auch schon. Man muss mir nur Zeit geben. 😊
Ich bin dreifarbig, Stanley ist ein grau-schwarzer Tiger, mit einer wunderschönen und seltenen Zeichnung, und Strolchi ist eine gau-weiße Schönheit geworden. Wir könnten alle zu einer sozialen Katze dazu gesetzt werden, aber am liebsten wäre es mir, wenn ich bei einem meiner Brüder bleiben dürfte. Ich weiß aber auch, dass solche Wünsche nicht immer erfüllt werden können.
Vielleicht sind da draußen ja unsere Menschen, die mit dem Herzen sehen und nicht ein Mini-Winzi suchen. Wir würden es uns so sehr wünschen, denn auch wenn wir nur Straßenbabys sind und nicht rot, bunt, oder langhaarig sind, so sind wir doch wunderbare Seelen, mit einem großen Herzen.
Darum möchten wir Euch bitten, uns ganz viel zu teilen, damit auch wir eines Tages das große Glück finden. Wir wären Euch so dankbar.
Vielen lieben Dank vorab an alle und ganz liebe Herzensgrüße, Susi, Stanley und Strolchi.


Januar 2020:

Jetzt auch noch Düren, nur Heinsberg immer noch nicht
Zuerst einmal möchte ich den Tierschützern dort gratulieren und ihnen meinen Respekt aussprechen, dass sie auch in ihrer Gemeinde die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht durchgesetzt haben. Ich finde, man darf bei so einer wichtigen Sache nicht den Kopf in den Sand stecken, da es ja nachweißlich immer schlimmer wird. Vielleicht klappt es ja auch endlich einmal in Heinsberg, denn im Grunde haben wir genug TSV und wenn sie sich in dieser Sache zusammen setzen würden, könnte auch Heinsberg nicht mehr nein sagen. So, wie es jetzt ist, haben die Kommunen es doch gut. Jeder schiebt es auf den Andern, weil es bei uns nicht klappt. Warum etwas beschließen, wo doch keine Einigkeit dabei herrscht. Aber dieses Jahr wird für viele Babys schlimm, denn z.B. wir müssen ja den Stopp durchziehen und können nichts mehr aufnehmen. Wir machen noch kommende Woche die letzten Wildi Kastras, dann ist unsere Kasse aufgebraucht für solche Sachen. Denn wir zahlen ja pro Kastra genauso wie bei einer privaten Kastra. Wir sind ja kein TSV und haben keine Vergünstigungen. Babys können wir nicht mehr aufnehmen, weil die Spender einfach immer weniger werden und wir jetzt schon rechnen, wie wir unsere vorhandenen Pflegis durch bekommen. Da wir sonst im Jahr 80 bis 100 Babys aufgenommen haben, haben wir natürlich immer am Limit gearbeitet. Dieses Jahr müssen wir nun diese Winzlinge umleiten, denn wir können eine Hilfe nicht mehr gewährleisten. Ein paar Notfälle schon, aber nicht mehr die ganzen weiter geleiteten Babys und tragenden Wildis. Das fällt uns gewiß nicht leicht, aber jeder, der im Kleinen arbeitet, ist irgendwann einmal am Ende und diesmal sind es wir eben. Zum Glück haben wir aber viele TSV und Tierschützer in Heinsberg, die das dann auffangen können. Doch nichts desto trotz muss endlich ein Gesetz her, denn Wildis haben ihren Ursprung durch Freigänger, die einen Besitzer haben und obwohl jedes Jahr so viel gute Aufklärung durchs Netz geht, sind viele von ihnen immer noch uneinsichtig. Wer es nicht glaubt, dem kann ich gerne einmal ein paar Bilder einsetzen, die nur bei unserer Arbeit entstanden sind. Wir hatten oft schlaflose Nächte , oder mussten uns übergeben, weil manches kaum auszuhalten war. Ihr seht ja hier immer nur die schönen Bilder, aber die Wirklich sieht leider oft anders aus. Darum ist meine große Hoffnung, dass durch die vielen Gemeinden, die das schon eingesehen und umgesetzt haben, der Druck auf Heinsberg doch etwas größer wird und endlich einmal die Kommunen einsehen, dass sich etwas ändern muss. Sonst haben wir wirklich schnell das große Katzenleid, was im Ausland schon Alltag ist.